Offshoring/Nearshoring

Krise zwingt Anbieter zum Global Sourcing

06. November 2008
Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Angesichts der deutlichen Kostenvorteile kann sich auch der deutsche Mittelstand der Integration von Nearshore-Komponenten nicht länger entziehen.

Durch die Finanzkrise und die sich abzeichnende Rezession hat das Thema Kostensenkung in den Unternehmen wieder oberste Priorität. Davon werden nach Einschätzung von Berlecon Research vor allem Offshore-Anbieter profitieren. Die Tagessätze für Nearshore- und Offshore-Dienste betragen bislang nur einen Bruchteil der in Deutschland üblichen Preise für gleichartige IT Services, argumentieren die Experten. Trotz der rasanten Lohnsteigerungen in klassischen Niedriglohnregionen wie Indien würden bis zur globalen Konvergenz der Preise im IT-Dienstleistungsmarkt noch einige Jahre vergehen.

Während fast alle großen IT-Anbieter mittlerweile über eigene Near- und Offshore-Kapazitäten verfügen, ist der deutsche Mittelstand hier bislang wenig aktiv. Berlecon geht aber davon aus, dass angesichts des steigenden Kostendrucks auch viele kleinere IT- und TK-Anbieter die Möglichkeiten zur Integration von Near- und Offshore-Komponenten prüfen werden. Die Analysten empfehlen diese Strategie eindeutig: "Globales Sourcing im ITK-Umfeld ist auch für Mittelständler realisierbar und lohnend", schreiben sie in der Marktanalyse "Near- und Offshore-IT-Services 2008". Das zeige ein weiterer Bericht, der anhand von vier Fallstudien illustriert, wie mittelständische IT-Unternehmen mit Hilfe von Spezialisten Nearshore-Kapazitäten aufbauen und erfolgreich in das eigene Leistungsportfolio integrieren.

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