EC-Karte, SEPA, ELV

Künftig Gebühren für elektronisches Bezahlen

04. April 2013
Von Hartmut  Wiehr
Der Markt für Zahlungsmethoden ist weiter in Bewegung. Am Horizont stehen neben SEPA die elektronische Lastschrift (ELV) und Gebühren für Kartenzahler.

Am Vorabend der Handelstechnologiemesse EuroCIS 2013 veranstaltete Easycash im Februar einen Round Table zu neuen Entgeltmodellen, die insbesondere den HandelHandel betreffen. Easycash ist einer der großen Card Payment Provider, der in Deutschland 92.000 Händler mit 283.000 Terminals als Kunden hat. Mit der Schwestergesellschaft Easycash Loyalty Solutions betreut man europaweit 26 Millionen Kundenkonten, hauptsächlich im Bereich von Kundenbindung und Geschenkgutscheinen. Top-Firmen der Branche Handel

Stefan Schneider von CardsConsult erläuterte auf einem Round Table die Zukunft von ec-Karte und elektronischem Lastschriftverfahren (ELV).
Stefan Schneider von CardsConsult erläuterte auf einem Round Table die Zukunft von ec-Karte und elektronischem Lastschriftverfahren (ELV).
Foto: easycash

Thema des Round Tables waren vor allem das elektronische Lastschriftverfahren (ELV) – das in Deutschland weit verbreitete Bezahlen mit EC-Karte und mit Unterschrift – und die neuen Girocard-Entgeltregelungen. Im Rahmen der Veranstaltung skizzierte Stefan Schneider vom Consulting-Unternehmen CardsConsult und früher Geschäftsführer beim Handelsverband HDE die aktuelle Entwicklung. Sein Fazit: "Die neuen Händlerbedingungen und die festgeschriebenen SEPA-Begleitregularien verhelfen zu neuen Freiheiten und schaffen Rahmenbedingungen für Innovatoren."

Schneider geht davon aus, dass die verschiedenen Regulationsinstanzen Deutschlands und Europas den Markt für Zahlungsverkehrsmethoden auch weiterhin in Bewegung halten werden. So sei der Deutsche Bundestag vor kurzem tätig geworden und habe das ELV "per Gesetz definiert und hoffähig gemacht". Das Einzugsverfahren ist allerdings unter Datenschützern umstritten. Europaweit sei durch unbefristete Änderungen im "Rulebook des European Payments Council (EPC)" der Weg freigemacht worden, um ELV auch nach 2016 in der SEPA-Welt weiter betreiben zu können. SEPA selbst (Single Euro Payments Area) wird bindende Änderungen im europäischen Zahlungsverkehr bringen, die auch den Handel tangieren (siehe hierzu den CIO-Artikel "Was man über SEPA wissen sollte").

Konsequenz für den Handel: Schneider sieht die Payment-Branche und ihre Vertretungen, von der Politik in die Pflicht genommen, künftig an einem gemeinsamen Strang zu ziehen. Das betreffe die deutsche Kreditwirtschaft und diverse Interessengruppen wie zum Beispiel das ELV-Forum. Doch was genau zu tun sei, bleibt laut Schneider derzeit offen. Der Deutsche Bundestag hatte laut ELV-Forum "in einem Entschluss vom 12. Mai gefordert, dass das bewährte elektronische Lastschriftverfahren (ELV) für einen Übergangszeitraum weitergenutzt werden kann, der erst enden soll, wenn ein mit dem ELV vergleichbares, kostengünstiges Produkt durch die Kreditwirtschaft am Markt angeboten wird".

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