Mail-Management und Mail-Marketing im Trend

Kundenberater setzen auf E-Mail

06. September 2004
Von Michael Kallus
Jedes Telefonat mit einem Kunden kostet sechs bis acht Euro - eine E-Mail ist nur halb so teuer. Daher wollen drei Viertel der Unternehmen die Kundenbetreuung per E-Mail ausbauen. Das zeigt eine Studie des Anbieters von Kommunikationslösungen Novomind.

Rund 85 Prozent der Kommunikationsverantwortlichen deutscher Unternehmen glauben, dass die Mail in Zukunft an Bedeutung gewinnt. Auch dem Internet schreiben mehr als drei von vier Entscheidern eine wichtigere Rolle im Kontakt mit den Kunden zu. Weniger als die Hälfte glaubt hingegen, dass Telefonkontakte oder persönliche Kundengespräche wichtiger werden.

Zukunft der Kundenkommunikation
Zukunft der Kundenkommunikation

Dabei entscheiden die Kosten, so Novomind. Bei margenschwachen Produkten würde die persönliche Betreuung schnell mehr kosten als der Gewinn. Der Kontakt per E-Mail sei hier eine Alternative. Eine intensive persönliche Beratung wird künftig bei margenstarken Produkten stattfinden, prophezeit die Studie.

Mehr als die Hälfte der Entscheider geht davon aus, dass auch die Kunden in den nächsten zwei Jahren öfters per Mail anfragen werden. Die meisten Firmen wollen daher verstärkt in Mail-Marketing (65 Prozent) und Mail-Management-Systeme (60 Prozent) investieren. Für die Integration von Telefon und E-Mail-Technik im Call Center interessiert sich Novomind zufolge über die Hälfte der Befragten.

Trend Nummer zwei: Kommunikation im Web

59 beziehungsweise 55 Prozent der Unternehmen glauben, dass Interaktionselemente im Internet und Webdienste in den nächsten zwei Jahren wichtiger werden, um automatische Kundenkommunikation zu unterstützen. Dabei sind Sprachanwendungen und virtuelle Agenten im Internet gefragt.

Drei Viertel der Firmen erwarten, dass sich individuelle Lösungen durchsetzen.
Drei Viertel der Firmen erwarten, dass sich individuelle Lösungen durchsetzen.

Zwei Drittel der Unternehmen erwarten, dass sich individuelle Systeme durchsetzen werden, ein Drittel glaubt an standardisierte Lösungen.