USA führen "dreckiges Dutzend" an

Länderhitliste beim Spam-Versand

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Die USA führen nach wie vor die Liste der zwölf aktivsten Nationen beim Versand unerwünschter Massen-E-Mails an. Dahinter folgen China und Südkorea. Das ermittelte die Forschungsabteilung des Sicherheits-Spezialisten Sophos. Während der Spam-Versand aus den USA jedoch seit zwei Jahren sinkt, steigt die Zahl der aus Europa versendeten Spam-Mails.
Die zwölf aktivsten Länder beim Spam-Versand.
Die zwölf aktivsten Länder beim Spam-Versand.

Die meisten Spam-Mails wurden zwischen Januar und März 2006 versendet. Spitzenreiter der zwölf aktivsten Nationen sind weiterhin die USA mit einem Anteil von 23,1 Prozent – dicht gefolgt von China (21,9 Prozent) und Südkorea (9,8 Prozent). Während der Anteil von Nordamerika am weltweiten Spam-Aufkommen aufgrund der strengeren Gesetzgebung jedoch kontinuierlich abnimmt, beobachten die Experten der Sophoslabs in Europa zunehmende Aktivitäten, was den Versand unerwünschter E-Mails angeht.

Spam-Versand aus Europa steigt

Deutschland gewann im ersten Quartal 2006 – verglichen mit dem Schluss-Quartal 2005 – mehr als einen Prozentpunkt hinzu und war zwischen Januar und März 2006 für drei Prozent aller Spam-Mails verantwortlich. Ebenso stieg Anzahl Spam-Nachrichten, die aus Polen verbreitet wurden von zwei Prozent auf 3,8 Prozent. Für Spanien wurde ein Anstieg von 2,5 Prozent auf 3,3 Prozent registriert. Auch Großbritannien schaffte im ersten Quartal 2006 mit einem Anteil von 1,9 Prozent den Wiedereinstieg unter die zwölf Spam-freudigsten Staaten.

Zugleich infizieren der Analyse zufolge immer mehr international agierende Spammer die Rechner ahnungsloser User gezielt mit Schadprogrammen und missbrauchen diese per Fernzugriff per (Remote) für den Massen-Versand von Spam-Nachrichten.

Im Vergleich der einzelnen Kontinente liegt Europa mit einem Anteil von 25 Prozent zwar deutlich hinter Asien (42,8 Prozent), jedoch nur noch knapp vor Nordamerika auf einem wenig schmeichelhaften dritten Platz.