Bankkredite sind immer weniger gefragt

Leasing finanziert zunehmend IT-Investitionen

16. Juni 2005
Von Dorothea Friedrich
Deutsche Firmen setzen zur Finanzierung ihrer IT-Investitionen zunehmend auf Leasingmodelle. Sie rangieren mittlerweile vor Bankkrediten, wenn es um die Fremdfinanzierung von Anschaffungen geht. Nach wie vor greift jedoch ein Großteil der Unternehmen auf Eigenmittel zurück. Das hat eine Unternehmensstudie von Siemens Financial Services (SFS) ergeben.

Gut drei Viertel aller Technologie-Investitionen werden aktuell aus liquiden Firmenmitteln finanziert. Das gilt für deutsche ebenso wie für englische Unternehmer. In Frankreich setzen dagegen nur noch gut 40 Prozent der Unternehmen hierfür Eigenmittel ein.

Dort ist Leasing bei 55 Prozent der Befragten die Finanzierungsmöglichkeit schlechthin. In Großbritannien entscheiden sich 43 Prozent für Leasing. Hier scheint die Inanspruchnahme eines Bankkredits noch weitaus üblicher zu sein.

50 Prozent der Befragten in Deutschland finanzieren ihre IT-Ausstattung mit Leasing.
50 Prozent der Befragten in Deutschland finanzieren ihre IT-Ausstattung mit Leasing.

20 Prozent der IT-Anschaffungen sind kreditfinanziert. In Frankreich und Deutschland sind es jeweils 13 Prozent. Vor zwei Jahren rangierte die Kreditfinanzierung in Deutschland noch weit vor den Leasing-Verträgen.

Der IT-Investitionsstau der vergangenen fünf Jahre ist nach Meinung von SFS der Grund dafür, dass alternative Finanzierungsmodelle immer mehr Bedeutung erlangen. Die letzte große Anschaffungswelle lief demnach in den meisten Firmen 1999.

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