Kein Gespür für Sicherheit beim Surfen

Leichtsinnige Mitarbeiter frustrieren IT-Manager

04. September 2007
Von Alexander Galdy
Ein Viertel aller IT-Manager in kleinen und mittleren Unternehmen halten ihre eigenen Mitarbeiter für ein gravierendes Sicherheitsproblem. Schuld daran soll vor allem das private Internet-Surfen während der Arbeitszeiten sein. Das ist das Ergebnis einer Studie des Sicherheitsanbieters Websense.

Nach eigenen Angaben verbringen Angestellte jeden Arbeitstag rund zwei Stunden im Internet. Eine halbe Stunde davon geht allerdings mit Browsen auf Websites drauf, die mit dem Job nichts zu tun haben. Damit würden sie in der Woche zweieinhalb Stunden privat surfen.

Die befragten IT-Manager schätzen den Zeitaufwand für privates Surfen aber deutlich höher ein. Ihrer Meinung nach verbringen Mitarbeiter jeden Tag durchschnittlich 48 Minuten auf Webseiten, die nicht mit der Arbeit zusammenhängen. Das wären dann vier Stunden pro Woche.

Surfen ohne Web-Filter

Wie die Studie ergab, nutzen 25 Prozent der Befragten am Arbeitsplatz Peer-to-peer-Web-Seiten und 17 Prozent andere Download-Börsen. Beide bringen laut Websense ein hohes Sicherheitsrisiko mit sich. Web-Filter, die dagegen schützen würden, kommen nur in 47 Prozent aller Unternehmen zum Einsatz.

Internet-Richtlinien kosten das Unternehmen wenig, heißt es bei Websense. Sie können den Mitarbeiter aber dazu anhalten, sicherheitsbewusster zu surfen. Zum Einsatz kommt eine solche schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aber selten.