Google, Facebook, Xing

Leitfaden fürs eigene Online-Profil

12. Mai 2014
Von Nicolas Zeitler und Sarah Jacobsson Purewal
Nicht alle peinlichen Fotos und beleidigenden Posts lassen sich wieder aus dem Netz tilgen. Tipps, wie Sie trotz allem Ihre gute Online-Reputation verteidigen.
Die Pflege des eigenen Profils im Netz beginnt mit der Suche nach dem eigenen Namen - einmal mit, einmal ohne Anführungszeichen.
Die Pflege des eigenen Profils im Netz beginnt mit der Suche nach dem eigenen Namen - einmal mit, einmal ohne Anführungszeichen.
Foto: Techniker Krankenkasse

Auch technikferne Zeitgenossen können einen mit unerwarteten Funden aus dem Internet ganz schön verunsichern. So ging es Sarah Jacobsson Purewal von unserer amerikanischen Schwesterpublikation PCWorld. Ihre Mutter, deren Computer-Kenntnisse sich eigentlich mit dem Drücken von Strg + C zum Kopieren von Text erschöpften, mailte ihr ein unvorteilhaftes Bild der Tochter, das sie im Web aufgestöbert hatte. Sarahs Schluss: Wenn der Mutter das gelingt, könnte ein am PC gewiefter Personaler erst recht auf das Foto stoßen.

Zahlen schossen ihr durch den Kopf: Einer Microsoft-Studie zufolge haben 70 Prozent der Personal-Manager schon einmal Bewerber abgelehnt wegen Informationen, die sie über sie im Netz gefunden haben. Umgekehrt sagen 86 Prozent der Personaler, ein positives Online-Image erhöhe die Chancen eines Kandidaten auf eine Stelle. Sarah Jacobsson Purewal, die sich bisher nie Gedanken um ihre Reputation im Internet gemacht hatte, stellte daraufhin einen Leitfaden zusammen für die Pflege des eigenen Profils.

1. Im Netz nach dem eigenen Namen suchen

Erster Schritt ist die Suche nach dem eigenen Namen - und zwar in mehreren Schritten. Einmal Vornamen und Nachnamen in Anführungszeichen, einmal ohne. Wer bei Online-Netzwerken Mitglied ist, sollte auch nach seinen dortigen Nutzernamen suchen. Auch ein Überblick über die eigene Präsenz auf einer einzelnen Seite lässt sich bekommen: unsere PCWorld-Autorin tippte dafür ein site:pcworld.com Sarah Jacobsson Purewal - und erhielt Treffer zu ihren Artikeln bei der PCWorld.

Als nächstes schlägt sie vor, sich in Verbindung mit unliebsamen Schlüsselbegriffen wie "besoffen" oder "Gefängnis" zu suchen. Selbst wenn man noch nie in einer solchen Situation aufgefallen sei, entdecke man vielleicht einen namensgleichen Trunkenbold oder Verbrecher und sei durch das Wissen um ihn gewappnet für kritische Fragen. Auf Vermischungen von Angaben über Namensvettern kann sich auch einstellen, wer seine Datenspuren auf Menschen-Suchmaschinen wie Pipl überprüft.