Deichkind

"Like mich am Arsch" - ausgerechnet bei Facebook ein Hit

13. April 2015
"Gefällt mir! Riesen-Oktopus entdeckt. Like den Button. Scroll to the next" - in ihrem Song "Like mich am Arsch" verspotten Deichkind das nervöse Geklicke im Internet. Und sind genau dort damit erfolgreich.

Mit einem ironischen Musikvideo über die aufgeregte Kommentarkultur im Netz hat das Elektro-Hip-Hop-Kollektiv Deichkind einen Hit im Internet gelandet. In den ersten fünf Tagen wurde der Clip zu dem facebook-kritischen Lied "Like mich am Arsch" der Hamburger Band ausgerechnet bei Facebook - dort stand er die ersten 24 Stunden exklusiv - mehr als 1,2 Millionen Mal aufgerufen und um die 15.000 Mal "gelikedgeliked". Alles zu Facebook auf CIO.de

Im Liedtext von "Like mich am Arsch" (LMMA) heißt es etwa: "Folgen, posten, hiden, hosten, ich muss ins Netz, bin am Verdursten" sowie Sätze wie "Gefällt mir, deine neuen Pics von gestern mit deinen Schwestern, lädt ein zum Lästern. Gefällt mir, dass du anderer Meinung bist. Komm schon, hab' mich nur 'n bisschen eingemischt."

Außerdem gibt es Zeilen wie "Über Meinung lässt sich generell streiten. Wie viel Petitionen soll ich denn noch unterschreiben?", "Gefällt mir, dein neues Tattoo am Arm, guck' mal hier das süße Lamababy, wie es zahnt" oder "Gefällt mir! Riesen-Oktopus entdeckt. Like den Button. Scroll to the next."

In dem spöttischen Lied kommen auch die Zeilen vor "Ich stecke meinen Avatar in die Tonne, Sascha Lobo my ass, Peter Lustig ich komme!" Zu den Tausenden, die den Clip liketen, also mit "Gefällt mir" anklickten, gehörte denn auch der im Text vorkommende Blogger und Internet-Erklärer Sascha Lobo. (dpa/tc)

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