Großes Potenzial

Lizenzmanagement - unbeliebt, aber lohnenswert

Branimir Brodnik schreibt als Experte zu Sourcing-Themen in der IT wie zum Beispiel IT-Kostenoptimierung sowie Verhandlungen mit Suppliern und Providern. Er ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der microfin Unternehmensberatung GmbH und weist eine über 20-jährige Berufserfahrung in den Bereichen Financial Services und Consulting auf.
Sascha Wolff ist Senior Consultant bei der microfin Unternehmensberatung GmbH.
Lizenzen und Wartungsgebühren machen rund ein Viertel des IT-Budgets aus. Im Software Asset Management stecken aber eine Menge Potenziale fürs Unternehmen. Das quer durch die Organisation transparent zu machen, ist ein lohnenswertes Unterfangen.

Kaum eine Aufgabe hat so wenig "Glamour", produziert so viel scheinbar überflüssigen Aufwand und wird deshalb als Bremsklotz empfunden. Und bei kaum einer Aufgabe sind Lieferanten und Provider so wenig hilfreich. Bei genauerer Betrachtung stecken im LizenzmanagementLizenzmanagement aber eine Menge Potenziale und ein nicht zu unterschätzender Wertbeitrag fürs Unternehmen. Das quer durch die Organisation transparent und verständlich zu machen, ist ein lohnenswertes Unterfangen. Das Verständnis von Lizenzmanagement als Teil eines umfassenden Software Asset Managements ist nur der Anfang. Alles zu Lizenzmanagement auf CIO.de

Ein guter IT-Verantwortlicher will Probleme lösen, Geschäftsprozesse unterstützen, den Mitarbeitern attraktive Anwendungen anbieten. Sich um das Lizenzmanagement zu kümmern, gehört üblicherweise nicht zu den Traumjobs der IT. Sicher: Die schiere Notwendigkeit von Lizenzmanagement ist unbestritten – aber die komplexe Umsetzung macht es zu einem der Stiefkinder der Branche.

Kaum nachvollziehbare Regeln der Anbieter

In der Tat scheint Lizenzmanagement, zumindest aus der Sicht der IT, dem Kampf gegen Windmühlen zu ähneln. So sind Lizenzbestimmungen und Nutzerrechte oft intransparente Einschränkungen nach ständig wechselnden Vorgaben. Jeder Software-Hersteller erlässt eigene, kaum nachvollziehbare und unverständliche Regeln, die im operativen IT-Alltag nur sehr schwer einzuhalten sind. Zur Umsetzung dieser Lizenzbestimmungen erlässt das Lizenzmanagement dann Vorgaben und Richtlinien, leider meist ohne die Machbarkeit und die technische Umsetzbarkeit zu hinterfragen.

Lizenzmanagement ist oft das hässliche Entlein unter den IT-Disziplinen. Ein Neustart ist überfällig - und lohnenswert.
Lizenzmanagement ist oft das hässliche Entlein unter den IT-Disziplinen. Ein Neustart ist überfällig - und lohnenswert.
Foto: Percival-Santamaria - shutterstock.com

All das trägt zum schlechten Image bei. In der Wahrnehmung der Mitarbeiter blähen Lizenzmanagement und Software Asset Management Prozesse und Arbeitsabläufe auf, sie behindern die tägliche Arbeit und Umsetzung der IT-Strategie; und sie erzeugen Aufwand ohne einen messbaren Mehrwert in der täglichen Arbeit der Administratoren und End-User.

Hinzu kommt: Lizenzmanagement ist ein teures Datensilo - es werden viele Daten erfasst, verarbeitet und nur für die Aufbereitung der Lizenzbilanz verwendet. Eine Weiterverwendung wird nicht ermöglicht, da die Datenaufbereitung nicht kommuniziert und zur Verfügung gestellt wird. Die gewonnen Informationen gehen damit verloren.

Zur Startseite