Produktionsverlagerung

Loewe will Produktion weitgehend nach Asien verlagern

21. Juli 2013
Der Vorstandsvorsitzende des angeschlagenen fränkischen Fernsehherstellers Loewe, Matthias Harsch, will die Produktion nahezu komplett von einem asiatischen Unternehmen übernehmen lassen.

"Wir sind kein Gerätehersteller mehr, das versuche ich der Firma auch auszureden", sagte Harsch dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". In Kronach müsse sich Loewe auf die Kernkompetenzen wie Bediener-Software und Design beschränken. Dabei brachte der Loewe-Chef einen weiteren Jobabbau ins Gespräch. Er könne nicht ausschließen, "dass weitere Rationalisierungsmaßnahmen eingeleitet werden müssen".

Loewe musste nach hohen Verlusten in der vergangenen Woche Gläubigerschutz beantragen und leitete ein sogenanntes Schutzschirmverfahren ein. Dabei kann das Unternehmen versuchen, sich unter gerichtlichem Schutz zu sanieren und wird weiter von seinem Management geführt. Harsch sei "optimistisch", für die Produktion der Hardware bald einen asiatischen Partner, vermutlich aus China, präsentieren zu können. Die Zeit dränge jedoch: "Es muss allerdings innerhalb der kommenden drei Monate passieren." (dpa/rs)

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