Entscheider sehen ein, dass investiert werden muss

Logistik und IT: Das Paket muss noch geschnürt werden

03. Januar 2008
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Erwartungen sind hoch, die Zufriedenheit ist es nicht. Auf diesen Nenner lässt sich eine Studie von Capgemini über die IT in der Logistik bringen. Immerhin: Die Firmen sehen ein, dass sie investieren müssen. Dabei stehen Visibility Tools und Web-fähige Kommunikation im Vordergrund.
Faktischer und geplanter IT-Einsatz in der Logistik.
Faktischer und geplanter IT-Einsatz in der Logistik.

92 Prozent der Befragten bestätigen, dass es ohne Informationstechnologie nicht mehr geht. Aber nur 42 Prozent erklären, mit der aktuellen Situation zufrieden zu sein. Und damit sieht die Lage schon besser aus als noch im Vorjahr: 2006 hatten nur 35 Prozent Zufriedenheit attestiert.

Derzeit dreht sich die IT mit einem Einsatzgrad von 67 Prozent vor allem um Lager- beziehungsweise Verteilungs-Center-Management. Knapp dahinter folgt Transportation Management (66 Prozent). Geht es nach den Plänen der Entscheider, dürfte sich das aber ändern. So will jeder Dritte in Visibility Tools (Tracking-Tracing, Event-Management) investieren, womit sich diese Werkzeuge von derzeit 58 Prozent auf 91 Prozent Nutzung steigern würden. Web-Enabled Communication ist aktuell bei 63 Prozent der Befragten im Einsatz, geplant sind aber 88 Prozent.

Was das Thema RFID angeht, so bildet die Studie einen Widerspruch ab. Der derzeitige Einsatz wird mit 14 Prozent angegeben - weitere 56 Prozent hätten die Chips aber auf der Liste. Die Analysten schreiben jedoch, die hohen Erwartungen der vergangenen Jahre habe RFID nicht erfüllen können. Von 2006 auf 2007 ging die Nutzung denn auch lediglich um zwei Prozent nach oben.

Auf die gezielte Frage nach der Einschätzung von RFID hätten die Teilnehmer zu hohe Kosten und Zweifel am "ease of use" genannt.