Konferenzfreisprecheinrichtung für Smartphones und VoIP

Logitech Mobile Speakerphone P710e im Test

30. Januar 2014
Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Logitech liefert mit dem P710 eine mobile Konferenzspinne für Smartphones und VoIP-Systeme. CIO.de testet, ob die Freisprecheinrichtung für kleine Teams das hält, was sie verspricht.

Der Trend hin zu kleinen, flexiblen Teams hat in der Praxis zumindest einen Nachteil: Konferenzräume sind oft belegt und für wichtige Gespräche bleibt oft nur ein Smartphone oder der Lautsprecher eines PCs. Allerdings eignen sich Lautsprecher und Freisprecheinrichtungen normalerweise nur sehr bedingt für mehrere Teilnehmer , vor allem mit zwei oder drei Teilnehmern in einem Raum wird die Telefonkonferenz zur Qual.

Logitech geht dieses Problem mit dem Produkt Mobile Speakerphone P710e an. Im Grunde handelt es sich dabei um eine mobile Konferenzspinne mit Bluetooth und USB-Anschluss. Gespräche werden über ein omnidirektionales Mikrofon und Lautsprechern mit Rauschunterdrückung geführt. Auf der Vorderseite des Gerätes sind Steuerungselemente angebracht, mit denen sich Gespräche annehmen oder ablehnen lassen. Zudem lässt sich die Lautstärke regeln und eine Stummschaltung aktivieren.

Verwendung mit Smartphones

Zusammen mit einem Smartphone (oder Bluetooth-fähigem Handy) zeigt das P710e, was es kann: Die Koppelung verläuft schnell und ohne Probleme, anschließend leitet das Smartphone die Audio-Kommunikation über die Freisprecheinrichtung. Geräte mit NFC können sich auch über den Nahfunk koppeln.

Die Gesprächsqualität ist überraschend gut - deutlich besser als normale Lautsprecher in den Geräten. Selbst in Konferenzen mit drei bis vier Personen kann das Gegenüber diese klar verstehen, ebenso hört man die Gesprächspartner wunderbar. Praktisch: Auf der oberen Seite des P710e lässt sich die Oberschale zurückschieben, so hat man eine Halterung für ein Smartphone oder ein Tablet. Das ist vor allem bei mobilen Videokonferenzen nützlich.

Einsatz am PC und Mac

Über den mitgelieferten USB-Anschluss lädt man die mobile Konferenzspinne nicht nur auf, schließt man sie an einem PC oder Mac an, kann sie auch als Mikrofon und Lautsprecher an diesem System arbeiten. Damit lassen sich relativ einfach Konferenzen via Skype, Lync, Jabber, WebEx, GoTo-Meeting oder andere Webkonferenzsysteme ausführen (die genannten hatten wir explizit getestet). Für Jabber und Skype liefert Logitech spezielle Treiber, die Kommunikation klappt aber auch wunderbar ohne diese Softwarepakte.

Im Test funktionierte das P710e am PC erfreulich problemlos. Nach dem Anstecken installiert Windows einen Treiber, anschließend kann das Gerät wahlweise direkt im Betriebssystem oder (meist deutlich einfacher) im jeweiligen Konferenztool als Aufnahme- und Wiedergabegerät gewählt werden.

Fazit

Das Logitech Mobile Speakerphone P710e ist gerade für kleinere Unternehmen oder einzelne Teams eine echte Bereicherung. Das System ist, selbst ohne IT-Abteilung, schnell eingerichtet und arbeitet genauso, wie Logitech es verspricht. Der Akku hält lange, die Sprachqualität ist gut - und die Nutzer müssen sich weder an neue Geräte noch an neue Konferenzsoftware gewöhnen.

Telefon- und Webkonferenzen sind damit, vor allem mit mehreren Sprechern in einem Raum, deutlich komfortabler durchführbar und wirken einfach professioneller. Und mit knapp 150 Euro UVP ist das P710e deutlich günstiger als andere Konferenzsysteme auf dem Markt.

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