VMware gegen Citrix

Lotus- und Infrastruktur-Server virtualisiert

21. Februar 2011
Von Hartmut  Wiehr
Die Sparkasse Köln-Bonn hat Ihre Lotus-Notes-Umgebung mit über 30 physikalischen Servern sowie sehr viele Infrastruktur-Server virtualisiert. Dabei kam wegen der besseren Performance vSphere von WMware statt Citrix zum Einsatz.

Die Prosystems IT ist entstanden als Outsourcing-Unternehmen der beiden großen Kölner Sparkassen. Ursprünglich waren das vier Sparkassen, die aber während des Outsourcing-Prozesses zu zwei Banken fusionierten: der Kreissparkasse Köln und der Sparkasse Köln-Bonn. Beide halten noch immer je etwa 20 Prozent Anteil an der Prosystems IT. Vor zweieinhalb Jahren ist Wincor-Nixdorf mit 51 Prozent mehrheitlicher Anteilseigner geworden. Kunden sind Sparkassen vor allem aus der Region Köln-Bonn-Düsseldorf.

Wolfgang Fassbender, bei Prosystems IT zuständig für Infrastrukturprojekte, setzt Server-Virtualisierung für die IT von Sparkassen ein.
Wolfgang Fassbender, bei Prosystems IT zuständig für Infrastrukturprojekte, setzt Server-Virtualisierung für die IT von Sparkassen ein.
Foto: Prosystems IT

Die IT-Infrastruktur der Prosystems IT besteht aus 14 Servicesystemen, die etwa 13.000 Benutzer versorgen. Spezialanwendungen für Banken sowie der Betrieb von Geldautomaten und ihre Überwachung gehören ebenfalls zu den Aufgaben.

An den vier Rechenzentrumsstandorten wird zum Beispiel die komplette IT der beiden Sparkassen Köln und Köln-Bonn betrieben. Daneben arbeitet man mit der Finanzinformatik, dem Verbandsrechenzentrum aller deutschen Sparkassen, zusammen, besonders bei den Konzepten für den Betrieb von dezentralen Infrastrukturen. Das betrifft zum Beispiel die Software-Verteilung oder Erstinstallationsverfahren. Darüber hinaus liefert die Finanzinformatik zentrale Anwendungen und das Kernbankensystem "One System Plus", das in die dezentrale Infrastruktur der Kölner Sparkassen über Web-Services eingebracht wird.

Die Prosystems IT kümmert sich um die Active Directories, dezentrale Anwendungen der Sparkassen wie Büro- oder Handels-Software und die dezentrale Infrastruktur für die Clients. Was die Hardware-Basis angeht, findet sich ein klassischer Mainframe nur noch bei der Finanzinformatik, während bei den Kölner Rechenzentren eine gemischte Unix-Sparc- und x86-Landschaft entstanden ist.