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Cloud- und As-a-Service-Lösungen

M&A-Champions setzen auf die Cloud

Managing Director, Technology Strategy, Accenture Strategy
Unternehmen unterschätzen noch immer einen zentralen Wertfaktor für Merger & Acquisition Deals: die IT. Gerade die Cloud spielt hier als hochwirksamer Katalysator eine wichtige Rolle.
Käufer setzen schon in frühen Phasen des M&A-Prozesses auf Cloud-Technologie - etwa bei Marktanalyse und Due Diligence.
Käufer setzen schon in frühen Phasen des M&A-Prozesses auf Cloud-Technologie - etwa bei Marktanalyse und Due Diligence.
Foto: 3dreams - shutterstock.com

2015 war ein Rekordjahr für Merger & Acquisitions (M&A) mit einem Transaktionsvolumen von 4,7 Billionen US-Dollar weltweit. Obwohl das Deal-Volumen in den ersten Monaten dieses Jahres nicht ganz so rekordverdächtig ausfällt, sind Fusionen und Übernahmen im Markt noch immer das Mittel der Wahl zur Erschließung neuer Wertpotenziale. As-a-Service-Kompetenz versetzt Akquisiteure inzwischen in die Lage, Synergien zu heben, die in der Geschichte der Integrationsprogramme beispiellos sind.

M&A-Champions setzen auf die Cloud

So setzen Käufer schon in frühen Phasen des M&A-Prozesses auf Cloud-Technologie, etwa bei Marktanalyse und Due Diligence. Damit sind sie in der Lage, attraktive Akquisitionsziele viel früher zu identifizieren als ihre Wettbewerber. Die Vorteile der Cloud zeigen sich jedoch im gesamten M&A- und Integrationsprozess. Schließlich stellt IT im Kontext von Fusionen und Übernahmen noch immer ein Schlüsselrisiko dar. Veraltete Technologieplattformen, eingefahrene Prozesse und die Verfügbarkeit von Mitarbeitern erweisen sich oft als Flaschenhals auf dem Weg zu den angestrebten M&A-Geschäftszielen.

Der traditionelle Ansatz basiert in der Regel auf einer Integration oder im Falle von Desinvestitionen und Carve Outs auf Separierung, gefolgt von einer Restrukturierung der IT-Basis. Die zunehmende Reife von Cloud-Plattformen und As-a-Service-Modellen erlaubt es allerdings längst, die Transformation der IT in die Nachbereitungsplanungen beziehungsweise in die Ausführungsphase des M&A-Prozesses vorzuverlegen.

Die Cloud wirkt hier als Katalysator. Wertsteigerungspotenziale können bei gleichzeitiger Fokussierung der IT-Transformation realisiert werden. Dafür müssen Unternehmen den Nutzen von Cloud-Technologie für das eigene Haus allerdings völlig neu bewerten. Hier gibt es viel zu gewinnen: eine radikale Beschleunigung der M&A-Aktivität, die Entfesselung neuer Wertpotenziale sowie eine höhere Agilität für das Geschäft.

Entscheidern bereiten in Bezug auf veraltete Systeme Effizienz (50 Prozent), Kosten (47 Prozent) und Geschwindigkeit (44 Prozent) die größten Probleme. Genau dies sind jedoch auch die Erfolgsfaktoren für M&A-Deals und für die Integration nach Abschluss der Transaktion. Über Cloud Computing und neue Liefermodelle können Unternehmen diese Hürden aus dem Weg räumen - gerade durch ihre Flexibilität und Out-of-the-box-Funktionalitäten. Anlaufzeiten gemeinsamer IT-Systeme und Kernplattformen sinken von Monaten auf wenige Tage.

Technologie ist längst reif für sensible Prozesse

Sicherlich war der Einsatz von Cloud-Plattformen in der Vergangenheit durchaus mit Risiken verbunden. Inzwischen haben diese jedoch ein solches Reifestadium erreicht, dass sie schon während des M&A-Prozesses eingebunden werden können. Unternehmen können bereits in der Integrationsphase signifikante Synergien heben - durch eine Rationalisierung der Applikationslandschaft, die Konsolidierung der IT-Infrastruktur und die frühzeitige Optimierung der Organisation.

Unseren Untersuchungen zufolge kann die Cloud die Leistungsfähigkeit der IT im M&A-Prozess um 30 Prozent erhöhen, während die IT-Kosten um den gleichen Prozentsatz sinken. Zugleich wird die IT in die Lage versetzt, sich auf die Unterstützung des Business in der Zeit nach Abschluss der Integration zu fokussieren.

Durch die Einbindung von Cloud-Infrastruktur-as-a-Service-Anbietern wird aber nicht nur die Anlaufzeit für Kern-IT-Services reduziert. Auch der notwendige Vorab-Kapitalbedarf sinkt und wird durch fortlaufende operative Ausgaben abgelöst. Und noch etwas macht die Cloud gerade bei Unternehmenstransaktionen zum Mittel der Wahl: Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Serviceanbietern lassen sich mehrere Projekte parallel verfolgen, was den Durchsatz verstärkt.

CIOs von der Seitenlinie ins Cockpit

79 Prozent aller Unternehmen empfinden Cloud-Technologie als Schlüsselelement ihrer Geschäftsstrategie. Doch die meisten Deal-Teams wissen nicht, welchen Mehrwert Cloud-Plattformen und As-a-Service-Liefermodelle für M&A-Deals liefern können. Im Ergebnis werden Transaktionen siloartig abgeschottet. CIOs betrachten das Spiel von der Seitenlinie aus und werden allenfalls zu spät in den Prozess eingebunden - dann nämlich, wenn alle Strukturen der Akquisition längst gesetzt sind. Das sollte sich ändern. CIOs müssen als Co-Piloten schon in Frühphasen von Transaktionen an ins Cockpit. Gelingt das, werden auch sie ihren Beitrag leisten.

Was heißt das in Zahlen? Gehen wir einmal von der Akquisition eines 10-Milliarden-Dollar-Übernahmeziels durch einen Käufer mit einer breiten Applikationslandschaft oder starker ERP-Abhängigkeit aus, dann kann der zusätzliche Wert durchaus bei 135 Millionen US-Dollar innerhalb von fünf Jahren liegen. Davon entfallen 70 Millionen auf die einmalige M&A-Kostenersparnis und weitere 15 Millionen jedes Jahr durch einen Synergie-Hebel. Als Teil des M&A-Strategieteams leisten CIOs ihren wichtigen Anteil bei den vorausgehenden Bewertungen und der Entwicklung der geeigneten Transaktionsstruktur.

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