Analysten erwarten jahrelange Expansion

Managed Services sind kein "Rosenbett"

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
In den kommenden fünf Jahren werden Firmen Managed Services (MS) viel stärker nutzen als heute. Denn sie versprechen mehr Flexibilität und höheren Ertrag in den IT-Abteilungen. Die Analysten von Datamonitor warnen aber auch: Der Einsatz der MS sollte wohlüberlegt sein, der Aufwand werde häufig unterschätzt. Sie seien keine "hire-and-forget"-Option.
Flexibilität hat beim Outsourcing Priorität.
Flexibilität hat beim Outsourcing Priorität.

Der Begriff "Managed Services" bezeichnet die Strategie, Dienstleistungen je nach Bedarf von diesem oder jenem Anbieter einzukaufen. Die Leistungen sollten weniger kosten, als dies im eigenen Unternehmen möglich wäre - und zugleich mehr einbringen.

So viel versprechend das klingt, so klar ließt sich ein Schlüsselsatz der Datamonitor -Studie: "Es ist nicht nur ein Rosenbett". Es sticht vor allem der Dorn, sich abhängig von Fertigkeiten jenseits der Unternehmensgrenzen zu machen.

Richtig giftig ist der Stachel, wenn externe Provider die Herzstücke der Geschäfts-Prozesse und Anwendungen serviert bekommen. Aufgrund des damit verbundenen Kontrollverlusts droht laut Datamonitor ein Verlust an Organisations-Flexibilität.

Umso wichtiger ist es, MS als Verpflichtung zu begreifen. Auf allen Unternehmens-Ebenen ist Hingabe erforderlich ebenso wie Kontrolle der eingegangenen Beziehungen mit meist einer ganzen Reihe von Anbietern.

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