Abhängigkeit vom Internet

Management von IT schlecht informiert

23. Juli 2010
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Nur ein Drittel der Entscheider fühlt sich von der IT über den Einfluss des Webs auf die Qualität geschäftskritischer Prozesse gut informiert. Das ergab eine IDC-Studie.

Das Internet verändert das Handeln von Unternehmen. Das ist das Ergebnis der Umfrage "Optimierung der Performance von webbasierten Business Services: Eine globale Studie der Geschäftsprioritäten" von IDC und Compuware unter weltweit 474 Geschäfts- und IT-Entscheidern.

Die Studie bestätigt, dass das Internet von Firmen intensiv genutzt wird, um eine wachsende Zahl wichtiger Business-Aktivitäten zu unterstützen. So bauen 81 Prozent der Unternehmen auf das World Wide Web, um ihre Marketing- und Werbeaktivitäten zu unterstützen. Jeweils drei Viertel nutzen das Web für Recruiting und für Kunden-Support. Zwei Drittel (65 Prozent) setzen auch für ihre eigenen Mitarbeiter sowie für externe Kundenpflege auf das Internet.

Die wachsende Abhängigkeit von Online-Diensten ist aber nicht unproblematisch, wie einzelne Stimmen aus der Befragung dokumentieren. Wenn bis zu 95 Prozent des Business am Web hängen, sei es nicht möglich, ohne zu operieren, beklagt etwa ein Teilnehmer. Ein anderer sorgt sich um die signifikant sinkende Produktivität in Zeiten von Netzausfall oder mangelnder Verfügbarkeit von Internet-Angeboten.

Kritisch wird die Abhängigkeit vom Web auch bei den Unternehmensverantwortlichen gesehen: Gerade mal ein Drittel der Entscheider fühlt sich von ihrer IT-Abteilung aber bezüglich des Einflusses, den das Internet auf die Servicequalität kritischer Geschäftsprozesse hat, gut informiert. "Die IT informiert uns im Schadensfalle nicht, weil sie gar nicht realisieren, wie sehr das unsere Geschäftstätigkeit beeinflusst", so ein in der Umfrage zitierter Entscheider.

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