Trotz Business Intelligence

Manager entscheiden nach Bauchgefühl

07. April 2010
Von Nicolas Zeitler
Trotz Analyse- und Reporting-Tools fühlen sich Entscheider oft unsicher und fassen Entschlüsse letztlich eher aus dem Bauch heraus. Viele wünschen sich weniger komplexe Informationen.

Viel Geld haben deutschen Firmen in den vergangenen Jahren für Werkzeuge zur Analyse und fürs Berichtswesen ausgegeben. Man sollte meinen, sie hätten dadurch eine bessere Faktengrundlage für ihre Entscheidungen. Doch das ist offenbar nur zum Teil der Fall, wie eine Umfrage des Hamburger Beratungsunternehmens Novem Business Applications unter knapp 300 Führungskräften aus Firmen mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz nahelegt.

Demnach fühlt sich nur jeder Vierte bei seinen Entscheidungen fast immer ausreichend sicher. Immerhin: Als die Berater dieselbe Frage vor vier Jahren schon einmal stellten, war es nur knapp jeder Fünfte.

Vorwiegend faktenbasierte Entscheidungen treffen der Befragung zufolge 42 Prozent der Manager und damit zwei Prozentpunkte mehr als 2006. Gleichzeitig ist allerdings auch der Anteil derer größer geworden, die Beschlüsse eher intuitiv fassen. Er liegt bei 51 Prozent und damit vier Prozentpunkte höher als bei der vorhergehenden Umfrage. Gesunken ist der Anteil derer, die nicht genau sagen konnten, ob ihre Entscheidungen eher auf Bauchgefühl oder Faktenwissen fußen.

Hauptproblem ist mittlerweile offenbar die Komplexität der Informationen. 70 Prozent wünschen sich mehr Einfachheit, vor vier Jahren waren es noch 62 Prozent. Sechs von zehn Teilnehmern hätten zudem gern mehr Zeit für Entscheidungen.

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