Weltweite Befragung von Führungskräften

Manager glauben nicht an den Mehrwert der IT

24. August 2005
Von Ingo Butters
Die IT macht Unternehmen erfolgreicher - glauben zumindest die meisten IT-Entscheider. Führungskräfte aus anderen Abteilungen sehen das allerdings anders, wie eine weltweite Befragung von McKinsey zeigt. Die CIOs müssen ihren Kollegen demnach erst noch beweisen, dass die IT Mehrwert beisteuern kann.

So sind 43 Prozent der befragten CIOs und CTOs der Meinung, dass automatisierte Prozesse das operative Geschäft effektiver machen. Die Fachbereichsleiter sind da allerdings anderer Auffassung: Von ihnen würden nur 29 Prozent zu diesem Mittel greifen. Sie setzen vor allem auf Skaleneffekte und versuchen Überkapazitäten abzubauen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der generellen Frage nach technischer InnovationInnovation: 79 Prozent der IT-Entscheider denken, dass durch den Einsatz neuer Technik Profite gesteigert werden können. Von den Kollegen aus den anderen Fachbereichen denken dies immerhin acht Prozent weniger. Alles zu Innovation auf CIO.de

IT-Entscheider und Manager aus dem operativen Geschäft haben unterschiedliche Rezepte für die Steigerung der Profite. (Grafik: McKinsey)
IT-Entscheider und Manager aus dem operativen Geschäft haben unterschiedliche Rezepte für die Steigerung der Profite. (Grafik: McKinsey)

Offenbar, das schlussfolgern die McKinsey-Berater aus diesen Ergebnissen, herrscht in den Unternehmen einige Frustration über den Wertbeitrag der IT. Den Führungskräften aus dem operativen Geschäft liegen immer noch IT-Projekte im Magen, die hinter den Erwartungen zurück geblieben sind, weil Prozesse nicht angepasst und Mitarbeiter nicht entsprechend geschult wurden.

Ein anderer Grund für die Technikmüdigkeit: Firmen geben in der Regel 80 bis 90 Prozent der IT-Budgets für den laufenden Betrieb und Unterhaltskosten aus. Nur der klägliche Rest fließt in Projekte, die den Mehrwert für das Unternehmen sichtbar steigern.

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