Datenverschlüsselung nur rudimentär eingesetzt

Manager unterschätzen Gefahr durch PDAs

04. Juni 2004
Von Thomas Zeller
Unternehmen unterschätzen das Sicherheitsrisiko beim Einsatz von Handhelds. Gut die Hälfte aller Business PDAs sind gänzlich ungeschützt, obwohl sie unternehmenskritische Daten enthalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Pepperdine Universität in Los Angeles, die im Auftrag der Sicherheitsfirma Pointsec durchgeführt wurde. Der Rest der Handhelds ist mit leicht zu knackenden Passwörtern versehen.

Die Hälfte aller Benutzer verwendet noch nicht einmal ein Passwort zum Schutz sensibler Daten, die Übrigen verwenden simple, rasch zu entschlüsselnde Sicherheitscodes. In Anbetracht der darauf gespeicherten Firmeninformationen ist allein der Verlust oder ein Diebstahl schon schlimm genug. Fast jeder dritte Manager (31 Prozent) nutzt die Geräte, um "hoch sensible" Firmendaten auf ihnen zu speichern. Fast 38 Prozent haben mit ihrem PDA Zugriff auf das hauseigene oder gar mehrere Firmennetze.

Was wird auf PDAs gespeichert?
Was wird auf PDAs gespeichert?

Noch gravierender ist der Schaden, wenn Hacker das auf dem PDA gespeicherte Passwort für das Firmennetzwerk entschlüsseln. Sie erhalten dann ungehinderten Zugang zu den zentralen IT-Systemen. Immerhin jeder vierte Manager gab an, dass er seinen Handheld bereits einmal verloren habe oder ihm das Gerät gestohlen wurde.

Sicherheitsrisiko PDA.
Sicherheitsrisiko PDA.

Für die Umfrage wurden 230 Fach- und Führungskräfte in den USA interviewt, die einen PDA für Businesszwecke benutzen.

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