Fast jeder zweite musste Störungen in den Kundenbeziehungen hinnehmen

Mangels Vertrags-Management werden Fristen verschlafen

09. Oktober 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Zwei von drei Unternehmen geben zu, in den vergangenen 24 Monaten vertragliche Fristen versäumt zu haben. Rund die Hälfte sieht das in einem unzureichenden Vertrags-Management begründet. Das geht aus einer Umfrage des Lösungs-Anbieters SER hervor.
Wenig Unternehmen können sich rühmen, immer an alle Fristen zu denken.
Wenig Unternehmen können sich rühmen, immer an alle Fristen zu denken.

Unter den befragten Firmen hat sich rund ein Fünftel (19 Prozent) als Betrieb geoutet, in dem Fristen "häufiger" verschlafen wurden. 44 Prozent geben an, es habe sich um Einzelfälle gehandelt, während so etwas bei 37 Prozent nach eigener Darstellung überhaupt nicht vorgekommen ist.

Die Autoren der Studie wollten wissen, welche Konsequenzen die Versäumnisse nach sich zogen. Fast jeder Zweite (47 Prozent) musste Störungen in der Beziehung zu Kunden oder Geschäftspartnern hinnehmen. Weitere 34 Prozent der Befragten sprechen allgemein von "wirtschaftlichen Schäden". Immerhin bei fast jedem Fünften (18 Prozent) endete die Fristversäumnis in juristischen Schwierigkeiten.

Frist verschlafen? Häufig folgt ein böses Erwachen.
Frist verschlafen? Häufig folgt ein böses Erwachen.

17 Prozent konnten aufatmen: Für sie hatte die Schlamperei überhaupt keine Konsequenzen, erklären sie.

Woran es liegt, wenn Fristen versäumt werden, da sind sich die Befragten nicht einig. Immerhin denkt jedoch mehr als die Hälfte, dass ein schlecht organisiertes Vertrags-Management zumindest mitverantwortlich ist. 36 Prozent sehen das sogar als Hauptursache an.

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