Facebook-Gründer

Mark Zuckerberg verteidigt Werbe-Geschäftsmodell

08. Dezember 2014
Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat die Finanzierung des weltgrößten Online-Netzwerks durch Werbung verteidigt.

In einem Interview mit dem US-Wochenmagazin "Time" sagte Zuckerberg, ihn frustriere es, dass "viele Leute" zunehmend Werbegeschäftsmodelle als nicht im Einklang mit den Kundeninteressen betrachteten. "Ich finde, das ist eine total lächerliche Vorstellung."

Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Foto: Facebook

Zuckerberg reagierte damit unter anderem auf eine Bemerkung von Apple-Chef Tim Cook, bei kostenlosen werbefinanzierten Diensten seien letztlich die Kunden das Produkt, doch bei Apple sei das ganz anders. "Unser Geschäft beruht nicht darauf, Informationen über Sie zu haben. Sie sind nicht unser Produkt", hatte Cook zur Vorstellung der neuen Datenschutzrichtlinie von Apple gesagt. Die Bemerkung von Cook war vor allem auf Google gemünzt, trifft aber auch das Geschäftsmodell von Facebook. Den Vorwurf an Facebook, seine Kunden als Produkt zu vermarkten, erhob unlängst auch der Social-Networking-Newcomer Ello.

Zuckerberg nutzte das Interview nun auch, um seinerseits Apple anzugreifen. "Denken Sie, weil Sie Apple etwas zahlen, sind Sie plötzlich mit denen in Einklang? Wenn das so wäre, würde Apple seine Produkte viel billiger machen", sagte der Facebook-Chef. Facebooks Idee sei es, "jeden Menschen auf der ganzen Welt zu vernetzen". "Man macht das nicht, indem man einen Dienst hat, den die Leute bezahlen müssen." (dpa/tc)

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