Entwicklung

Markt für AD-Software um zwei Prozent geschrumpft

14. Mai 2010
Laut Gartner sank der weltweite Umsatz mit Application-Development-(AD-)Software im Jahr 2009 auf 7,25 Milliarden Dollar.

Das ist ein Rückgang von zwei Prozent im Vergleich zum Umsatz 2008 von 7,39 Milliarden Dollar, heißt es bei Gartner. "Einer der Hauptgründe für den Umsatzrückgang im AD-Markt 2009 war die De-facto-Ausgabensperre für neue Projekte am Anfang des Jahres", sagte Laurie Wurster, Gartner Research Director. Das hatte zwangsläufig auch Einschnitte bei den Ausgaben für neue Tools zur Folge. "Ausgaben für AD-Werkzeuge sind von Natur aus konjunkturbedingt mit starken Jahren, wie wir 2007 gesehen haben, gefolgt von ein oder zwei Jahren mit schwachen oder geringen Investitionen."

Trotz der rezessionsbedingten Beeinträchtigung gab es eine AD-Disziplin, die sich 2009 positiv entwickelte: Die Notwendigkeit, aufgrund von Sicherheitslücken in einschlägige Tests zu investieren, war einer der Haupttreiber im AD-Markt, so Wurster, weshalb der Bereich Sicherheitstests übers Jahr gesehen wuchs. Dies kompensierte in gewissem Maße die geringeren Ausgaben für ausgereiftere oder weniger dynamische Tools.

AD-Markt
AD-Markt

Bezüglich der Anbieter blieb IBM mit einem Anteil von 27,7 Prozent Marktführer. Positiv wirkten sich hier die Akquisitionen von Watchfire (2007) und Ounce Labs (2009) aus, die im besagten Segment für Sicherheitstests unterwegs waren. Auch die Übernahme von Telelogic mit seinen Requirement-Management-Werkzeugen im Jahr 2008 trug, wenn auch nur moderat, zum IBM-Wachstum bei. Vergleichsweise konstant hielt sich laut Gartner der Marktanteil von Microsoft. Die Ankündigung von Visual Studio 2010 könnte dazu geführt haben, dass viele Unternehmen ihre VS-Investitionen auf dieses Jahr verschoben haben, so dass es bei Microsoft zu keinem Wachstum kam.

Für 2010 rechnet Gartner allerdings wieder mit einem leichten Wachstum von zwei bis drei Prozent. Treiber sind den Analysten zufolge Java-Tools und Werkzeuge zur Entwicklung dynamischer Web-Applikationen, wobei es sich meist um Offerten aus dem Open-Source-Lager handeln dürfte. Allerdings wird wie in anderen Softwaremärkten auch hier eine Konsolidierung erwartet, indem sich die Großen der Branche Nischenangebote einverleiben, um Portfoliolücken zu schließen. (ue)

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