Wie Unternehmen Personalplanungs-Strategien umsetzen

Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel

22. Dezember 2008
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
In erfolgreichen Unternehmen treffen sich regelmäßig Personaler und Linienmanager. Außerdem setzen sie Workforce Planning Tools ein. Doch kurzfristiges Denken blockiert oft die gezielte Mitarbeiterplanung.
Externe Treiber für das Entwickeln einer Personalplanungs-Strategie.
Externe Treiber für das Entwickeln einer Personalplanungs-Strategie.

Es muss schrecklich sein da draußen: Von der "Jagd" auf High Potentials sprechen die einen, vom Verdrängungswettbewerb die anderen. Manche wollen gar einen "Krieg" um Talente sehen. Die Analysten von Aberdeen winken ab. Selbstverständlich sei FachkräftemangelFachkräftemangel ein Thema. Doch statt martialischer Slogans raten sie zum nüchternen Einsatz von Technologie und zu organisatorischen Verbesserungen. Damit lasse sich zum Beispiel die Mitarbeiterbindung um ein Drittel steigern. Alles zu Fachkräftemangel auf CIO.de

In einer Studie über Workforce Planning teilen die Analysten die Teilnehmer in drei Kategorien ein: Besonders erfolgreiche Firmen ("Best in Class"/"BiC"), Mittelfeld und Nachzügler ("Laggards"). Dabei zeigen sich erhebliche Unterschiede. Während die BiCs bei der Mitarbeiterbindung eine Steigerung um 31 Prozent aufweisen, erreichen Durchschnittsfirmen nur zwei Prozent. In den schwachen Firmen sank die Mitarbeiterbindung sogar um sechs Prozent.

Darüber hinaus steigerten die Klassenbesten die Mitarbeiterproduktivität um 27 Prozent (Mittelfeld: sieben Prozent, Schlusslichter: Minderung um drei Prozent). Die Kapazitäten lasteten die Best in Class-Firmen um 31 Prozent besser aus (Durchschnittsfirmen: fünf Prozent, Laggards: Verschlechterung um sechs Prozent).

Unterstützung durch IT

Diese Ergebnisse resultieren zum Teil aus dem unterschiedlichen Einsatz von Technologie, zum Teil basieren sie auf organisatorischen Unterschieden. Beispiel Technik: Knapp zwei von drei (65 Prozent) der BiCs haben Tools implementiert, die sie laufend über verfügbare Kapazitäten informieren. Unter den Durchschnittsfirmen gilt das nur für 42 Prozent (Laggards: 26 Prozent). Außerdem arbeiten die besonders erfolgreichen Firmen überdurchschnittlich häufig mit Workforce ReportingReporting Tools und sammeln öfter über standardisierte Prozesse erforderliche Daten aus verschiedenen Quellen. Alles zu Reporting auf CIO.de