Andere Führungsqualitäten gefragt

McKinsey: Frauen machen den Unterschied

01. Dezember 2009
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Wer sein Unternehmen gut durch die Krise steuern will, sollte mehr Frauen in die Geschäftsleitung holen. So lautet das Fazit einer Studie von McKinsey. Frauen können demnach Ziele besser definieren und die Belegschaft darauf einschwören.
Führungsqualitäten, die laut McKinsey-Studie in der Krise gefragt sind.
Führungsqualitäten, die laut McKinsey-Studie in der Krise gefragt sind.

Die Zukunft ist weiblich, lautete ein Sponti-Spruch der 80-er Jahre. Die Berater von McKinsey sprühen das zwar nicht mit Neon-Farbe an Häuserwände, schreiben es aber in ihre weltweite Studie "Leadership through the crisis and after". Tenor: Mit dem Frauenanteil in den Vorstandsetagen steigt die Chance, dass ein Unternehmen gut durch die Wirtschaftskrise kommt.

Dabei war es nicht Ziel der Analysten, Unterschiede zwischen weiblichem und männlichem Führungsstil herauszuarbeiten. Es ging darum, welche Führungsqualitäten in der Krise und nach der Krise gefragt sind beziehungsweise gefragt sein werden. Diese Qualitäten aber sind es, die Frauen öfter anwenden als Männer.

Dazu ein paar Zahlen: Die 763 befragten Entscheider halten die Fähigkeit, eine klare Führungsperson zu sein und Mitarbeiter zu inspirieren, für die derzeit wichtigste Qualität überhaupt. 49 Prozent sehen das in der Krise auf Platz Eins. Für die Zeit nach der Krise räumen diesem Punkt 42 Prozent Priorität ein. 46 Prozent der Studienteilnehmer fordern außerdem, dass die Firmenleitung in der Flaute erkennt und vermittelt, wo das Unternehmen hinsteuert, und die Belegschaft auf Kurs bringen kann. Das halten 39 Prozent auch nach der Krise für wichtig.

Anders stellt es sich beim Thema Innovationen dar. Laufen die Geschäfte gut, schreibt eine relative Mehrheit von 46 Prozent diesem Faktor Priorität zu. Zu Krisenzeiten sind es mit 33 Prozent deutlich weniger.

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