Metro-Tochter

Media-Saturn drosselt Expansionstempo

15. Oktober 2014
Die Elektroniktochter des Handelskonzerns Metro, Media-Saturn, will künftig weniger Geschäfte eröffnen und stattdessen den Online-Handel ausbauen.

"Wir drosseln das Tempo, weil wir flächendeckend gut vertreten sind", sagte Firmenchef Pieter Haas der "Süddeutschen Zeitung". Geplant sei die Eröffnung von rund 30 Märkten pro Jahr. Gute Expansionschancen sieht Haas derzeit noch in Russland und in der Türkei sowie an ausgewählten Standorten in Deutschland. Die Krise in Russland hat sich dem Firmenchef zufolge bislang kaum auf das Geschäft ausgewirkt. Die Umsätze seien stabil.

Die Elektronikketten Media Markt und Saturn gehören seit einiger Zeit zu den Sorgenkindern des Düsseldorfer Handelskonzerns. Zu spät sprang das Unternehmen auf den Online-Zug auf. Nun versucht es mühsam Platzhirsche wie beispielsweise AmazonAmazon einzuholen. Derzeit erzielt Media-Saturn Haas zufolge sieben Prozent seines Umsatzes im Internet. In den nächsten drei Jahren soll dieser Anteil auf zehn Prozent steigen. Alles zu Amazon auf CIO.de

Gebremst wird die Tochter, die in den ersten neun Geschäftsmonaten einen Umsatz von 16 Milliarden Euro erzielte, zudem von einem seit nunmehr drei Jahren tobenden Machtkampf mit dem Minderheitsgesellschafter und Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals.

Zwar spüre Media-Saturn von dem Streit im normalen Tagesgeschäft kaum etwas, sagte Haas. "Aber in allem, was die Gesellschafter betrifft, ist der Abstimmungsaufwand speziell für mich schon groß geworden." Zu lang habe man es zugelassen, dass Media Markt und Saturn auf den Gesellschafterstreit reduziert werden. "Davon müssen wir weg kommen", sagte Haas. (dpa/rs)

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