Zoff mit den Briten?

Medienbericht sorgt für Unruhe im NSA-Ausschuss

05. Februar 2015
Ein Bericht des "Focus" hat am Donnerstag für Aufregung im NSA-Untersuchungsausschuss gesorgt.

Das Nachrichtenmagazin berichtete, dass der britische Geheimdienst mit dem Abbruch aller Kontakte zu deutschen Sicherheitsbehörden gedroht habe. Die Briten befürchteten demnach, dass im Untersuchungsausschuss Informationen über die Arbeit ihrer Geheimdienste und die Zusammenarbeit von britischen und deutschen Diensten öffentlich werden.

Im Paul-Löbe-Haus an der Spree tagen viele Ausschüsse des Bundestags.
Im Paul-Löbe-Haus an der Spree tagen viele Ausschüsse des Bundestags.
Foto: Manfred Brueckels

Darauf habe der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler, die Abgeordneten hingewiesen, berichtete der "Focus". Schindler habe die Obleute im Untersuchungsausschuss am Mittwochabend über die ungewöhnlich angespannten Beziehungen zu den britischen Partnerbehörden informiert, hieß es dort.

Zentrale des britischen Dienstes GCHQ in Cheltenham
Zentrale des britischen Dienstes GCHQ in Cheltenham
Foto: UK Open Government License 1.0

Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb dagegen, Schindler und der Geheimdienstkoordinator im Kanzleramt, Klaus-Dieter Fritsche, hätten freimütig über eine bisher unbekannte Operation berichtet. Sie hätten gefordert, die Informationen strikt geheim zu halten. Das habe einen Eklat verursacht. Der Ausschussvorsitzende Patrick Sensburg (CDU) wolle nun einen Brief an Bundestagspräsident Norbert Lammert schreiben. (dpa/tc)

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