Manager sitzen 19 Stunden in Konferenzen

Meeting-Planung kostet fünf Stunden pro Woche

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Nur das Verabreden von Sitzungen und Konferenzen beansprucht fünf Stunden Arbeitszeit pro Woche. Eines von sechs Meetings kommt nicht zustande und muss erneut geplant werden. Anbieter von Online Schedule Tools wittern ihre Chance.
Würden Meetings besser geplant, könnten alle ab Freitag Mittag nach Hause gehen, so die Firma Doodle, Anbieter von Online Schedule Tools.
Würden Meetings besser geplant, könnten alle ab Freitag Mittag nach Hause gehen, so die Firma Doodle, Anbieter von Online Schedule Tools.

Wenn Manager und ihre Mitarbeiter Meetings besser planten, könnten sie jeden Freitag ab Mittag nach Hause gehen. Das behauptet zumindest die Firma Doodle, Anbieter von Online Scheduling Tools. Doodle hat eine Umfrage unter 2500 Menschen durchgeführt. Glaubt man den Angaben, gehen pro Woche 4,9 Stunden für das Arrangieren von Konferenzen und Gesprächen drauf.

Doodle-CEO Michael Näf geht davon aus, dass Online-Terminplaner diese Zeit reduzieren können. Schützenhilfe erhält er vom US-Marktforscher Aberdeen. Die Analysten haben ausgerechnet, dass ein zentrales Meeting-Management Kosten um neun Prozent senken kann.

Der Büro-Alltag sieht jedoch anders aus: 32 Prozent der Befragten verabreden sich per E-Mail. 22 Prozent greifen zum Telefonhörer. Bei der Nutzung von Kalendern liegen klassische Terminplaner mit 31 Prozent deutlich vor Online-Kalendern mit 14 Prozent. Online Schedule Tools fallen mit einem Prozent der Nennungen unter den Tisch.

Sollten sie aber nicht, so Doodle. Der Anbieter trommelt mit dem Argument für seine Lösungen, dass drei Viertel der Meetings interne und externe Gesprächspartner versammeln. Ein firmeninternes Meeting-Management reiche daher nicht aus.