Projekte


Storage aus der Hybrid-Cloud

Megaprojekt bei Siemens

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Siemens hat seine vier globalen Rechenzentren mit einer neuen Storage-Plattform ausgerüstet und darauf eine hybride Cloud-Lösung zum Dateiaustausch gesattelt. Drei Petabyte an Daten wurden konsolidiert.
Siemens hat unter anderem eine neue flexible Speicherumgebung installiert.
Siemens hat unter anderem eine neue flexible Speicherumgebung installiert.
Foto: AR Pictures-shutterstock.com

SiemensSiemens treibt seine digitale Transformation energisch voran. Bei einem Weltunternehmen wie dem in München beheimateten Technologiekonzern geht das mit Projekten von enormem Ausmaß einher: "SmartStorage" heißt die konzernweite Initiative, die sich auf 330.000 Mitarbeiter in mehr als 150 Ländern erstreckt und die KonsolidierungKonsolidierung von drei Petabyte an Daten in vier globalen Rechenzentren beinhaltet. Top-500-Firmenprofil für Siemens Alles zu Konsolidierung auf CIO.de

Im Rahmen dieses Großprojektes wurde unter anderem eine neue flexible Speicherumgebung installiert. Siemens nutzt jetzt in den vier Data Centers die softwaredefinierte, objektbasierte Cloud-Speicherplattform Elastic Cloud Storage (ECS) der EMC Corporation.

Weltgrößte hybride Implementierung

Diese neue Plattform ist gewissermaßen die Voraussetzung für die nach Angaben der Projektpartner bisher weltgrößte hybride Implementierung einer Lösung für Enterprise File Sync and Share (EFSS). Ausgewählt hat Siemens dafür eine Lösung des Anbieters Syncplicity, der auf hybride Cloud-Lösungen zum Austausch und Abgleich von Dateien spezialisiert ist. Mit Hilfe dieses jetzt erfolgreich implementierten Tools für das Management des unternehmensweiten digitalen Content, einschließlich der Home- und Group-Share-Dateien und -Verzeichnisse der Nutzer, verfügen die Mitarbeiter jederzeit und überall über einen reibungslosen mobilen Dateizugriff. Die Lösung ist weltweit skalierbar.

"SmartStorage zählt zu unseren größten Digitalisierungsinitiativen bei Siemens", sagt Georg Pilartz, Leiter der IT Infrastruktur-Services bei Siemens. "Benutzererfahrung, Sicherheit, flexible Wahl der Speicherorte und Einsatz in großem Umfang waren kritische Anforderungen bei diesem Projekt." Die Modernisierung der grundlegenden IT-Infrastruktur gehe einher mit erheblichen Kostenersparnissen. Syncplicity ist über eine beliebige Kombination von öffentlicher Cloud, privater Cloud und lokalen Rechenzentren problemlos erweiterbar und daher sehr flexibel.

Compliance und Anwenderfreundlichkeit

Für einen Anbieter von der Größe von Siemens sei es ein Muss, dass er auch auf globaler Ebene skalieren kann, meint das Analystenhaus Enterprise Strategy Group (ESG). "Nutzer wollen mit benutzerfreundlichen Anwendungen versorgt werden, während gleichzeitig die regulatorischen Compliance-Richtlinien einer Vielzahl von Ländern, in denen Büros unterhalten werden, eingehalten werden müssen," kommentiert Analystin Terri McClure. "Dank der sich entwickelnden Regularien-Landschaft und den unscharfen rechtlichen Zuständigkeitsfragen, wenn es um die Verwendung der Cloud geht, ist es für diese Unternehmen wichtiger als jemals zuvor, wählen zu können, wo ihre Unternehmensdaten gespeichert werden, damit sie sowohl richtlinienkonform als auch sicher sind."

Siemens | Digitale Transformation
Branche: IndustrieIndustrie
Zeitrahmen: mehrere Monate
Produkte: Elastic Cloud Storage, EFSS
Dienstleister: EMC Corporation, Syncplicity
Einsatzort: weltweit
Internet: www.siemens.com Top-Firmen der Branche Industrie