Entscheider kürzen das Budget für IT-Sicherheit

Mehr Angriffe auf den Firmenrechner

07. Dezember 2006
Von Tanja Wolff
Mehr als die Hälfte der IT-Sicherheitsverantwortlichen rechnet 2007 mit mehr Angriffen auf den Firmenrechner. Dennoch wird die Sicherung der IT-Systeme im Top-Management vernachlässigt. Das ist das Ergebnis einer Studie des Lösungsanbieters Secunet Security Networks.
Firmen wollen weniger für die IT-Sicherheit ausgeben.
Firmen wollen weniger für die IT-Sicherheit ausgeben.

Der Untersuchung zufolge planen fast 60 Prozent der Entscheider in deutschen Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung das Budget für die IT-Sicherheit im kommenden Jahr einzufrieren oder sogar zu kürzen. Und das, obwohl 2006 bis zu 20 Prozent mehr Angriffe auf die Firmenrechner gezählt wurden als im Vorjahr.

Laut der Analyse beabsichtigen 40 Prozent der Befragten 2007 mehr für die Sicherheit auszugeben. Das Engagement ist dabei von der Unternehmensgröße abhängig. Während in Betrieben mit bis zu 100 Mitarbeitern 36 Prozent der Manager mit einer Zunahme des Budgets rechnen, sind das in Firmen mit bis zu 5.000 Angestellten rund 45 Prozent.

2007 sollen Daten im Internet sicherer sein.
2007 sollen Daten im Internet sicherer sein.

Ganz oben auf der Investitionsliste steht die Datensicherheit im Internet. Fast 60 Prozent der Befragten wollen die ProjekteProjekte rund um die Verschlüsselung der Datenkommunikation im Internet bis Ende 2007 abschließen. Außerdem plant fast die Hälfte der Befragten die mobilen Endgeräte sicherer zu machen. Dahinter folgt das zentrale Berechtigungs-Management (43 Prozent), die Absicherung von Web-Portalen (43 Prozent) und die Verschlüsselung von E-Mails (32 Prozent). Alles zu Projekte auf CIO.de

Bei der Auswahl der Sicherheitsprodukte sind die Firmen sehr selbstbewusst. Fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmer geben an, dass sie die Angebote eigenständig auf Sicherheit prüfen. Allerdings macht die steigende Zahl von Schadensfällen deutlich, dass die Analyse im eigenen Haus allein nicht ausreicht. Daher ziehen viele die Berichterstattung in Fachmedien zur Prüfung heran. Etwa die Hälfte setzt zusätzlich auf Referenzen des Anbieters oder vertraut auf eine Zulassung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnologie.