Firmen kämpfen gegen Datenverlust nicht aktiv an

Mehr Angst vor Mitarbeitern als vor Hackern

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Unternehmen misstrauen ihren Mitarbeitern mehr, als sie Sorgen wegen Cyber-Kriminalität umtreiben: Fast 60 Prozent der Unternehmen halten die eigenen Arbeitnehmer für das größte Sicherheitsrisiko. Das ergab eine Umfrage des Lösungsanbieters Websense.
Insgesamt 31 Prozent der Befragten halten interne und externe Bedrohung für gleich stark.
Insgesamt 31 Prozent der Befragten halten interne und externe Bedrohung für gleich stark.

Ein Viertel der Befragten unterstellt der Belegschaft sogar Böswilligkeit: 23 Prozent sehen in vorsätzlichen Aktionen der Mitarbeiter den Risiko-Faktor Nummer Eins. 36 Prozent meinen, Kollegen würden Firmen-Interna und geistiges Eigentum aus Unwissenheit preisgeben.

Panik wegen Hackern und organisierter Cyber-Kriminalität quält die Unternehmen wesentlich weniger. Nur ein Zehntel der Befragten sieht darin die größte Gefahr.

Dass Datenverlust Alltag ist, davon geht die IT-Security-Szene aus: 46 Prozent vermuten beispielsweise, dass im vergangenen Jahr in einem Viertel bis zur Hälfte der Firmen Daten verloren gegangen sind.

Zu aktiven Gegenmaßnahmen führt das in den meisten Unternehmen allerdings nicht. Drei Fünftel beschreiben ihre IT-Sicherheitsstrategie als eher reaktiv denn proaktiv.

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