iPhone


iPhone 7 im Unternehmen

Mehr Business-Nutzwert?

Florian Maier beschäftigt sich in erster Linie mit dem Themenbereich IT-Security. Daneben schreibt er auch über reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle zu B2C und ist für den Facebook-Auftritt der COMPUTERWOCHE zuständig. Er schreibt hauptsächlich für die Portale COMPUTERWOCHE und CIO.
Matt Kapko schreibt über Social Media für CIO.com.
Das neue iPhone 7 verspricht im Vergleich zu seinen Vorgängern viele wesentliche Verbesserungen. Und was für den Konsumenten gut ist, kann für Unternehmens-Nutzer doch nicht schlecht sein - oder?

AppleApple bietet Käufern von iPhone 7 und iPhone 7 Plus einige neue Features: den neuen Force-Touch-Home-Button, eine Wasser und Staub abweisende Oberfläche, bessere Kameras, Displays und Lautsprecher sowie einen schnelleren Prozessor und verbesserte Grafik. Ein bisheriges Key-Feature fehlt allerdings: der 3,5-mm-Kopfhöreranschluss. Allerdings ist dieser Schritt alles andere als eine Überraschung: Bereits Monate vor der offiziellen iPhone-7-Präsentation geisterten erste Gerüchte über den fehlenden Kopfhöreranschluss durch das weltweite Netz. Phil Schiller, Marketing-Chef bei Apple, erklärte beim großen iPhone-Event, dass dieser Verzicht ein notwendiger Schritt war, um im Inneren des iPhone 7 und 7 Plus Platz für modernere, bessere Komponenten schaffen zu können. Alles zu Apple auf CIO.de

Mit dem iPhone 7 in die Wireless-Ära?

Ian Fogg, Senior Director beim Marktforschungsunternehmen IHS, sieht die Sache ein wenig anders: Seiner Meinung nach zwingt Apple seine Kunden zu einem Kompromiss. Im Namen der Audio-Innovation. Dabei sollte Apple doch in der Lage sein, Innovationen und Verbesserungen zu liefern, ohne dafür einen Standard-Anschluss streichen zu müssen: "Apple hat eine lange Historie, wenn es darum geht, den Support für Legacy-Technologien wie die Floppy Disk, Compact Disc oder USB einzustellen, aber die Abkehr vom Kopfhöreranschluss stellt wegen der Vielzahl von nicht-technischen Devices, die auf diesen Anschluss angewiesen sind, einen riskanteren Schritt für Apple dar. Die User müssen sich darauf einstellen, viele Jahre mit Adaptern zu leben", prognostiziert Fogg.

Im Video: iPhone 7 im Unboxing

Für Business-User spielt die fehlende Kopfhörerbuchse beim iPhone 7 und 7 Plus nach Einschätzung von Fogg hingegen kaum eine Rolle: "Wer das iPhone geschäftlich nutzt, nimmt zwar in der Regel ein Headset in Anspruch, aber die meisten Business-User dürften mittlerweile bereits auf kabellose Bluetooth-Lösungen umgestiegen sein."

Apple verspricht beim iPhone 7 wesentliche Verbesserungen. Gilt das auch für Business-Nutzer?
Apple verspricht beim iPhone 7 wesentliche Verbesserungen. Gilt das auch für Business-Nutzer?
Foto: Sergey Nivens - shutterstock.com

Shawn Wiora ist CIO bei Creative Solutions in Healthcare, das mehrere Pflege-Einrichtungen betreibt. Seiner Ansicht nach ist zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht abzuschätzen, ob der Wegfall der Klinkenbuchse beim iPhone 7 für Enterprise-User Vor- oder Nachteil ist: "Bei uns benutzen viele Leute jeden Tag Headsets. Wenn die Kabel sich abnutzen, landet man irgendwann wieder bei einem stationären Gerät. Wir hatten wegen der Kabel schon jede Menge Probleme."

Daher geht Wiora auch davon aus, dass Apples Entscheidung in letzter Instanz ganz generell für die Abkehr vom Kabel sorgen könnte. Das wiederum sei in bestimmten Branchen absolut wünschenswert: "Aus Healthcare-Perspektive sieht man viele Dinge etwas anders. Ein Kabel repräsentiert bei uns potenzielle Probleme, weil es nicht nur während der Arbeit mit Patienten stören oder im Weg sein kann."

"Für Business-User ein Wow-Faktor"

Geht es nach Woira, sind andere Verbesserungen, die iPhone 7iPhone 7 und 7 Plus mit sich bringen, wesentlich bedeutender für den Enterprise-Einsatz: Etwa die erklecklich gewachsenen Speicherkapazitäten oder die ebenfalls angewachsene Prozessor-Power: "Wenn man sich nicht mit Dingen beschäftigen muss wie, dass tausende von Nutzern ihre Transaktions-Jobs 20 Sekunden schneller und damit effizienter erledigen können, spielen Speicher und Prozessorleistung keine Rolle. Für Business-User ist das hingegen ein Wow-Faktor." Alles zu iPhone auf CIO.de

Auch Patrick Moorhead von Moor Insights & Strategy glaubt, dass iPhone 7 und 7 Plus Vorteile für Nutzer in Unternehmen bringen: "Die Wasser und Staub abweisende Oberfläche relativiert ein wenig das in IT-Abteilungen gängige Vorurteil, iPhones würden schnell kaputt gehen. Das neue iPhone 7 dürfte auf lange Sicht eine deutlich verbesserte Zuverlässigkeit und Haltbarkeit aufweisen."

Beinahe in Schwärmerei driftet Moorhead ab, wenn es um die Hardware im neuen Apple-Smartphone geht: Die Verbesserungen seien enorm und die Hardware könne ohne Weiteres große Displays und Keyboards befeuren - falls Apple sich irgendwann einmal für Modularität begeistern könne: "Eine ganze Reihe von CIOs könnten daran interessiert sein, dass ihre Mitarbeiter künftig nur noch ein einziges Device benutzen, um sich mit größeren Bildschirmen und Keyboards zu verbinden."

Im Video: iPhone 7 und 7 Plus im ausführlichen Test

Von der gesteigerten Power des Apple A10 Fusion und einem damit verbesserten Business-Nutzwert beim iPhone 7 ist schließlich auch der Cupertino-kritische Ian Fogg überzeugt: "Das hilft allen Unternehmens-Nutzern dabei, auf ihren SmartphonesSmartphones produktiver arbeiten zu können. Ganz besonders denjenigen Enterprise-Nutzern, die regelmäßig mit reichhaltigen Business-oder "Desktop Level"-Produktivitäts-Apps arbeiten. Apple fügt seiner iPhone-Familie mit jedem Jahr neue, maßgebliche Features hinzu. Dabei vergisst man nur allzu leicht, dass die Innovationskraft und -Geschwindigkeit in anderen Bereichen der IT-Branche weit weniger ausgeprägt ist." Alles zu Smartphones auf CIO.de

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer US-Schwesterpublikation cio.com.

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