Unternehmen wollen Budgets drastisch aufstocken

Mehr Geld für die Sicherheit

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Deutsche Unternehmen sind offenbar fest entschlossen, ihre gravierenden Sicherheitsdefizite zu beheben: Ein Fünftel will die Security-Investitionen bis 2011 gar verdoppeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Nationalen Initiative für Internetsicherheit (NIFIS).
Die Unternehmen wollen mehr in virtuelle Sicherheitsschlösser investieren.
Die Unternehmen wollen mehr in virtuelle Sicherheitsschlösser investieren.

Ein weiteres Viertel plant wohl, das Budget für diesen Posten um die Hälfte aufzustocken. Lediglich sieben Prozent verneinen, in diesen Bereich investieren zu wollen. Der NIFIS-Vorstandsvorsitzende Peter Knapp bezeichnete dies als "erfreuliches Ergebnis", auch wenn nicht alle Firmen "aus Überzeugung in die Sicherheit investieren". Schließlich begünstigten die in Kraft getreten Richtlinien von Basel II das Engagement.

Erst kürzlich hatte ein ebenfalls von NIFIS erhobener Sicherheits-Report drastische Lücken offenbart. Dieser zeigte, dass die befragten Experten neben Wartungsmängeln in erster Linie schlecht aufgeklärte Mitarbeiter als Risiko wahrnehmen.

Entsprechend gehen 70 Prozent der jetzt befragten IT-Experten davon aus, dass insbesondere für die Aufklärung und Schulung der Mitarbeiter mehr ausgegeben wird. Ebenfalls 70 Prozent denken, dass auch in eine unternehmensweite Sicherheits-Policy mit klar umrissenen Verhaltensregeln investiert wird.

Eine Maßnahme übrigens, zu der Knapp ausdrücklich rät: "Zumindest die mittelständischen und großen Unternehmen sollten einen schriftlichen Verhaltenskodex etablieren, der den Umgang mit Daten verbindlich regelt." Nachholbedarf besteht: Nur 30 Prozent der Branchenkenner gaben Auskunft über schriftlich fixierte Regelwerke.

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