IT-Service-Management im Aufwind

Mehr Wirtschaftlichkeit dank effizienter IT-Prozesse

18. April 2007
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Deutsche Unternehmen erwarten von einem verbesserten IT-Service-Management (ITSM) standardisierte und leistungsfähigere IT-Prozesse sowie deutliche Kosteneinsparungen. Speziell bei der Einführung Service-orientierter Architekturen (SOA) spielen optimierte IT-Infrastrukturen und IT-Services eine wichtige Rolle, um IT- und Geschäftsziele zu erreichen. Das ergab eine Umfrage der IT-Beratung Exagon Consulting.
Anwender sehen beim IT-Service-Management deutliche Verbesserungs-Potenziale.
Anwender sehen beim IT-Service-Management deutliche Verbesserungs-Potenziale.

Für 61 Prozent der Befragten hat in den aktuellen Planungen ein verbessertes IT-Service-Management (ITSM) eine sehr hohe oder hohe Bedeutung. Ein Drittel gab an, dies sei ein bedeutender Faktor. Lediglich sechs Prozent der Unternehmen sieht gar keine Notwendigkeit, einem optimierten ITSM besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Automatisierung senkt Kosten

Ein Kernelement bei der Optimierung des IT-Service-Management sehen die befragten Unternehmen in der StandardisierungStandardisierung und Automatisierung von IT-Prozessen, um damit Geschäftsabläufe weiter zu optimieren. Für 60 Prozent der Befragten stehen Aktivitäten in dieser Richtung im Mittelpunkt. Für immerhin knapp ein Drittel sind sie ein wichtiger Bestandteil und nur acht Prozent gaben an, dass dieser Aspekt eine untergeordnete Rolle spielt. Alles zu Standardisierung auf CIO.de

Die Ergebnisse lassen sich dem Beratungsunternehmen zufolge dahingehend interpretieren, dass Betriebe in den letzten Jahren in den Ausbau standardisierter Geschäftsanwendungen investiert haben. Jetzt würden im nächsten Schritt IT-Prozesse harmonisiert, standardisiert sowie automatisiert. Anwender erwarten, dass sich dadurch IT-Prozesse sowohl effizienter abwickeln als auch Kosten sparen, denn personelle Ressourcen werden rationeller eingesetzt und die Fehlerquote verringert.

Mehr als die Hälfte beziffern die möglichen Optimierungs-Potenziale im IT-Service-Management auf mindestens 25 Prozent. Knapp 40 Prozent der Befragten erwarten sogar Verbesserungen von rund 30 Prozent und darüber. Dem steht ein vergleichsweise kleiner Kreis an Unternehmen gegenüber, die nur geringe Chancen auf eine höhere Leistung und Wirtschaftlichkeit sehen.