Viele Unternehmen trauen VoIP-Anwendungen nicht

Menschen gefährden die IT-Sicherheit

31. Oktober 2006
Von Tanja Wolff
80 Prozent der mittelständischen Firmen in Deutschland sehen den Mensch als größtes Risiko für die IT-Sicherheit. Aus diesem Grund setzen die meisten auf interne Hard- und Software-basierte IT-Sicherheits-Lösungen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Verbandes der EDV-Software- und Beratungsunternehmen (VDEB).
Der Mensch ist der größte Risikofaktor für die IT-Sicherheit.
Der Mensch ist der größte Risikofaktor für die IT-Sicherheit.

Neben Anwendern, Viren und Würmern werden von 54 Prozent der Befragten Spyware-Programme als gefährlich eingestuft. 23 Prozent bewerten die Angriffe, bei denen heimlich Daten auf den PCs der Anwender ausspioniert werden sogar als sehr gefährlich. Darüber hinaus halten 59 Prozent aller befragten Unternehmen die Gefahr von Phishing-Attacken für bedrohlich. Außerdem stellt für mehr als die Hälfte der Firmen die gezielte Industriespionage ein großes Risiko dar.

"Technische Antiviren- und Antispam-Lösungen alleine reichen nicht aus, um IT-Systeme und Daten zuverlässig zu schützen", sagt VDEB-Vorsitzender Oliver Grün. Firmen müssten die Mitarbeiter im sicheren Umgang mit Internet und E-Mail schulen und über den richtigen Einsatz der verfügbaren IT-Security-Lösungen aufklären.

Laut der Befragung wollen mehr als 91 Prozent die Hoheit über ihre IT-Strategie behalten. Das bedeutet, dass OutsourcingOutsourcing nur für die wenigsten in Frage kommt. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Unsicherheitsfaktor VoIP

Nur wenige Unternehmen fühlen sich bei VoIP sicher.
Nur wenige Unternehmen fühlen sich bei VoIP sicher.

Besonders bei neuen Kommunikationslösungen wie Voice over IP (VoIP) befürchten die Umfragteilnehmer potenzielle Sicherheitsrisiken. Mehr als zwei Drittel haben Angst davor, dass sie bei einem Ausfall der IT-Systeme nicht mehr telefonieren können. 54 Prozent sehen in den offenen VoIP-Ports ein Risiko. Sie könnten von Hackern als Eintrittspunkte in das Netzwerk missbraucht werden.

Das Ergebnis zeigt, dass fast 53 Prozent befürchten, dass beim VoIP-Einsatz Gespräche abgehört werden können. Ganz oben auf der Liste der möglichen Gefahren stehen auch eine schlechte Sprachqualität und sinkende Bandbreiten im Netzwerk. Erstaunlicherweise fühlen sich nur acht Prozent der Firmen sicher bei VoIP.

An der Online-Umfrage des VDEB und des Lösungsanbieters Sophos beteiligten sich 173 mittelständische Unternehmen aus Deutschland.

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