América Móvil

Mexikaner weiten Einfluss bei Telekom Austria aus

30. Juni 2014
Der mexikanische Telekommunikationskonzern América Móvil kann seinen Einfluss bei Telekom Austria entscheidend ausweiten. Der Aktionärspakt mit der österreichischen Staatsholding ÖIAG trat am Freitag in Kraft, nachdem die Wettbewerbsbehörden grünes Licht gegeben hatten, wie Telekom Austria am Montag mitteilte.

Nach österreichischer Rechtslage müssen beide Eigentümer dadurch ein Pflichtangebot für Aktien im Streubesitz abgeben. Das Unternehmen des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim und der österreichische Staat kontrollieren momentan rund 55 Prozent von Telekom Austria. Die Staatsholding hatte signalisiert, in Zukunft lediglich eine Sperrminorität von 25 Prozent der Aktien behalten zu wollen. Damit können die Mexikaner ihre Anteile von derzeit etwa 26,8 Prozent deutlich erhöhen. Für Wertpapiere in Streubesitz bietet Slim bis zum 10. Juli jeweils 7,15 Euro. Am Montag notierten Aktien der Telekom Austria bei 7,14 Euro.

Die Mexikaner waren vor rund zwei Jahren bei dem österreichischen Unternehmen eingestiegen. Telekom Austria hat etwa 23 Millionen Kunden in Österreich sowie in Serbien, Slowenien, Bulgarien oder Weißrussland. América Móvil ist der größte Mobilfunkkonzern Lateinamerikas, mit rund 60 Milliarden Euro Vermögen ist Carlos Slim einer der reichsten Menschen der Welt. Über die Beteiligung an Telekom Austria will sich Slim in Europa etablieren. Die Übernahme der niederländischen KPN war zuletzt gescheitert. (dpa/rs)

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