Linux auf Azure

Microsoft Azure ist kein Microsoft-Shop

02. Dezember 2016
Anzeige  Azure ist mehr als nur eine Windows-Cloud. Alternative Betriebssysteme wurden von Anfang an unterstützt, die Wünsche der Kunden waren dabei der Maßstab. Inzwischen werden Tools teilweise sogar zuerst für Linux entwickelt -und dann erst für Windows.

Windows Azure war von Anfang an als offene Plattform gedacht. Egal ob Windows oder Linux, die verfügbaren Funktionen basieren auf den Anforderungen der Kunden. Hyper-V als flexibler Unterbau unterstützt neben aktuellen Windows-Umgebungen auch diverse Varianten von Linux. Azure selbst bringt eine ganze Reihe von Distributionen mit, darunter Red Hat Enterprise Linux, SUSE Linux Enterprise Server, openSUSE, Ubuntu Linux, Oracle Linux, Debian Linux, Core OS oder Community-Ansätze wie CentOS. Alternativ können Unternehmen ihre eigenen Linux-Images hochladen und nutzen.

Die Vielseitigkeit des Angebots zeigt der Bereich "Produkte" ziemlich gut. Azure kann mehr als nur Server bereitstellen: Unternehmen können etwa dank des App Services direkt eigene Cloud-Apps für Web und Mobile starten. Die Funktionen wurden auf der kürzlich abgehaltenen Konferenz Connect 2016 deutlich erweitert. Die technische Vorschau der nächsten Version von Azure App Services bietet den Support von für Linux, natürlich mit Unterstützung für aktuelle Containertechnologien und nativer Linux-Unterstützung für Node.js und PHP-Stacks.

Apropos Containertechnologien: Mit dem Azure-Containerdienst können Unternehmen diesen modernen Ansatz für die Entwicklung und den Betrieb von Anwendungen voll nutzen. Bekannte Open-Source-Tools und -Techniken wurden integriert, so dass aktuelle Arbeitsabläufe gar nicht oder nur minimal umgestellt werden müssen. Dazu gehören bekannte und vielseitige Lösungen wie DC/OS, Docker Swarm oder Kubernetes, mit denen sich Unternehmensumgebungen skalieren und orchestrieren lassen.

Dieses Engagement in alternative Betriebssysteme wird in Zukunft weiterwachsen. Laut Microsoft ist das Ziel, alle Funktionen von Windows-VMs in Azure auch für Linux-VMs verfügbar zu machen. Funktionen wie virtuelle Systeme, Speicher und Azure Backup für VMs sind bereits für Windows und Linux verfügbar, ebenso wie eine große Anzahl an Erweiterungen. Dieser erlauben angepasste Skripte, sichern den Zugriff oder lassen sich für OS-Updates nutzen. Einige Funktionen, darunter etwa die Integration mit Docker, Chef oder anderen Open-Source-Projekte waren sogar zuerst auf Linux verfügbar - und dann erst auf Windows.

Das gilt auch für den neuen HDInsight-Dienst für Hadoop. Laut Microsoft macht es Sinn, dass Lösungen auf Linux-Basis zunächst für Linux verfügbar sind. Anwender können so bekannte Applikationen und Prozesse weiterverwenden. Zudem werden die internen Azure-Lösungen für Monitoring, Diagnose, Patching und Compliance-Erfüllung weiter ausgebaut, damit diese künftig auch Linux-Bereiche umfassen.

Dass die umfangreiche Unterstützung von Linux nicht nur ein Strohfeuer ist, zeigt das Investment in die Linux Foundation. Seit dem 17. November ist Microsoft hier ein Platinum Mitglied. Der Schritt kam nicht überraschend, die beiden Organisationen haben bereits länger eine erfolgreiche Kooperation, bereits seit Dezember 2015 gibt es etwa eine "Linux auf Azure"-Zertifizierung.

Mehr Informationen dazu, was Azure alles kann, zeigt der Microsoft Webcast am 14. Dezember 2016. Lars Tinapp, Solution Specialist Cloud / Data-Center bei Microsoft demonstriert die Vorteile der Azure-Cloud-Plattform von 13:15 bis 14:00.

Die komplette Agenda sowie die Anmeldung zum kostenlosen Webcast finden Sie auf dieser Seite.

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