2. Generation

Microsoft bringt neue Surface-Tablets an den Start

22. Oktober 2013
Microsoft nimmt neuen Anlauf auf den lukrativen Tablet-Markt: Fast zeitgleich mit dem Rivalen Apple, der neue iPads in der Pipeline hat, kündigt der Softwarekonzern neue Modelle seiner Surface-Tablets an.

Microsoft will es wissen: Knapp ein Jahr nach der Premiere bringt das Unternehmen runderneuerte Nachfolger seiner Tablet-Computer Surface auf den Markt. Damit nimmt der Windows-Riese einen zweiten Anlauf, die Tablet-Marktführer AppleApple und GoogleGoogle herauszufordern. Der erste Versuch war vergleichsweise bescheiden ausgefallen. Nun sollen es "Surface 2" und "Surface Pro 2" richten. Die neuen Modelle warten mit etlichen Verbesserungen auf. Vor allem die RT-Variante "Surface 2" hat in Testberichten schon einige Vorschusslorbeeren geerntet. Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu Google auf CIO.de

Im Surface 2 steckt ein Nvidia-Prozessor mit ARM-Design. Das verwirrende "RT" lässt Microsoft jetzt weg.
Im Surface 2 steckt ein Nvidia-Prozessor mit ARM-Design. Das verwirrende "RT" lässt Microsoft jetzt weg.
Foto: Microsoft

Mit dem Marktstart am Dienstag steuert das Unternehmen auf einen direkte Konfrontation mit einem der Platzhirsche zu: Apple stellt am Dienstagabend vermutlich seine neuen iPads vor, deren Vorgänger einst dem Markt mit TabletsTablets überhaupt wieder Leben einhauchten. "Wir scheuen den Vergleich nicht", sagte Christian Illek, Chef von MicrosoftMicrosoft Deutschland, vor einigen Tagen selbstbewusst. Alles zu Microsoft auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Der Nachfolger des Surface RT ist mit 676 Gramm wenige Gramm leichter geworden, dafür arbeitet in seinem Inneren ein schnellerer Prozessor (Nvidia Tegra 4). Die Display-Qualität wurde auf 1920 mal 1080 Pixel auf volle HD-Qualität aufgerüstet. Außerdem hebt Microsoft eine längere Akkulaufzeit von zehn Stunden hervor. Auch die integrierten Kameras wurden verbessert und kommen nun auf 3,5 beziehungsweise fünf Megapixel.

Den Namenszusatz RT hat Microsoft mit dem neuen Modell fallen gelassen. Das Kürzel habe Kunden eher irritiert, räumt Microsoft ein. Anders als die große Version des Surface Pro 2 mit Intel-Core i5-Prozessor und voller PC-Funktionalität setzt das Surface 2 auf die stromsparenden Chips des britischen Designers ARM, die auch in den meisten SmartphonesSmartphones verbaut werden. Dafür spendiert Microsoft dem Surface 2 nun auch eine abgespeckte Version seines Büroprogramms Office, mit dem sich etwa Excel-Tabellen oder Word-Dokumente anzeigen und bearbeiten lassen. Außerdem ist nun der E-Mail-Client Outlook mit dabei. Alles zu Smartphones auf CIO.de

Auch das Surface Pro 2 stockte Microsoft auf. In Gewicht und Leistung lässt es sich durchaus mit einem Notebook vergleichen. Die Akkulaufzeit soll um bis zu 60 Prozent höher als bei dem ersten Surface Pro liegen. Je nach Ausstattung kostet das Gerät allerdings auch zwischen 879 und 1779 Euro.

Mit seinen ersten Surface-Tablets war Microsoft vor einem Jahr angetreten, um seinem Betriebssystem Windows 8Windows 8 mit einem neuartigen Kachel-Design einen geeigneten Hardware-Boden zu bereiten. Windows 8 ist nämlich auf die Bedienung mit dem Finger optimiert. Im Tablet-Markt hatten die großen Hardware-Hersteller wie Samsung aber lange eher Googles Android-Betriebssystem den Vorzug gegeben. Mit seiner ersten eigenen Hardware scheute sich Microsoft nicht, seinen Partnern direkt Konkurrenz zu machen. Alles zu Windows 8 auf CIO.de

Dennoch war dem Software-Riesen ein schneller Erfolg nicht beschieden. Die Marktforschung IDC errechnete zuletzt für alle Windows-Tablets zusammen einen Marktanteil von 4,5 Prozent. Tablets mit Googles Android-System kamen dagegen auf 62,6 Prozent Marktanteil, Apples iPadiPad auf 32,5 Prozent. Alles zu iPad auf CIO.de

Zuletzt musste Microsoft wegen großer Bestände nicht verkaufter Geräte allerdings rund 900 Millionen Dollar abschreiben. Dabei erwarten Marktbeobachter wie etwa das Marktforschungsunternehmen Gartner, dass der Absatz mit Tablet-Computern in diesem Jahr weiter um 53,4 Prozent auf über 184 Millionen Geräte steigen wird. Es wird vor allem vom Absatzerfolg der neuen Microsoft-Hardware abhängen, ob auch die Windows-Plattform von diesem Tablet-Boom profitieren wird. (dpa/rs/tc)