Keine iPhone-Konkurrenz

Microsoft-Handy Kin nichts fürs Business

14. April 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Das neue Handy Kin von Microsoft trumpft vor allem mit Social-Media-Fähigkeiten auf. Daten und Anwendungen lagern in der Cloud. Der Business-Nutzen ist fraglich, urteilt Gartner.

Microsoft geht unter die Handy-Anbieter. Worüber gerüchteweise bereits als "Projekt Pink" gemunkelt wurde, das kommt im Mai in den USA unter dem Titel "Kin" auf den Markt. Montagabend präsentierte Microsoft-Manager Robbie Bach die beiden "Social Phones" Kin One und Kin Two.

So sieht das Kin One aus.
So sieht das Kin One aus.

Beide Geräte verfügen über Touchscreen und eine Slider-Tastatur, die man unter den Bildschirm schieben kann. Der Schwerpunkt der Geräte soll in ihren Social-Media-Fähigkeiten liegen. "Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir speziell für die neue Generation von Nutzern eine mobile Erlebniswelt entwickelt - ein Handy, mit dem sie jeden Moment ihres Lebens mit anderen teilen können", zitiert die dpa Bach.

Und genau wegen dieser Ausrichtung auf Social Networking sieht Gartner-Analystin Carolina Milanesi das Kin nicht als Smartphone-Konkurrenten: "Ich glaube, dass es vielmehr mit den Messaging-Geräten konkurriert, die in den USA gerade sehr angesagt sind." Im Smartphone-Markt könnte das Gerät höchstens Motorola Konkurrenz machen, weil auch hier der Fokus auf Social Networking liegt.

Milanesi gefällt die Benutzeroberfläche von Kin. Auf dem User-Interface sollen alle neuesten Informationen aus sozialen Netzwerken wie FacebookFacebook und TwitterTwitter angezeigt werden. Für die Verwaltung aller Daten, die auf den Handys gespeichert sind, nutzt MicrosoftMicrosoft webbasierte Dienste. Daten und Anwendungen lagert man in die Cloud aus, berichtet Spiegel Online. Gebaut werden die Geräte von Sharp, mit technischen Details ist man bei Microsoft bislang sehr zurückhaltend. Alles zu Facebook auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de Alles zu Twitter auf CIO.de

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