2. Generation geht an den Start

Microsoft stellt verbessertes Surface-Tablet vor

24. September 2013
Bislang konnte Microsoft mit seinen Tablet-Computern am Markt wenig bewegen. Die erste Generation der beiden Surface-Modelle verkaufte sich schleppend. Eine neue, in vielen Details verbesserte Generation soll nun die Wende bringen.

Microsoft unternimmt einen neuerlichen Versuch, auf dem boomenden Markt der Tablet-Computer Fuß zu fassen. Der Software-Konzern stellte am Montag in New York die zweite Generation seiner Windows-Tablets Surface vor, die in vielen Details verbessert wurden. Die im Vorjahr vorgestellte Urversion verkaufte sich nur mäßig. Der Markt wird von Geräten mit dem Android-Betriebssystem sowie Apples iPadiPad dominiert. Alles zu iPad auf CIO.de

Die neuen Surface-Tablets seien schneller, leichter und verfügten gleichzeitig über eine längere Akkulaufzeit, versprach Surface-Chef Panos Panay. Auch diese Generation gibt es in zwei Varianten: Mit einem stromsparenden, aber leistungsschwächeren Prozessor auf Basis der ARM-Technik (Surface 2) sowie einem vollwertigen PC-Prozessor (Surface Pro 2). Eine Variante mit kleinerem Bildschirm stellte MicrosoftMicrosoft dagegen nicht vor. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Die Geräte werden ab dem 22. Oktober in Deutschland verfügbar sein. Die Preise bewegen sich zwischen 429 Euro für das Surface 2 mit 32 Gigabyte Speicher bis hin zu 1279 Euro für das Surface Pro 2 mit einem Speicher von 256 Gigabyte. Zusätzlich sollen Nutzer für zwei Jahre kostenlos auf jeweils 200 Gigabyte Speicher über das Cloud-Angebot SkyDrive zugreifen können; Telefonieren über Skype soll ein Jahr kostenfrei sein.

Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte die erste Surface-Generation im Juni vergangenen Jahres vorgestellt - passend zu dem auf Fingersteuerung ausgelegten Betriebssystem Windows 8Windows 8. Er wollte damit einen Gegenpol zu Apples iPad schaffen. Doch der Surface hatte von Beginn an einen schweren Stand, zumal vermehrt billige Tablet-Computer mit dem Google-Betriebssystem AndroidAndroid auf den Markt kamen. In diesem Sommer senkte Microsoft die Preise und schrieb 900 Millionen Dollar (665 Mio Euro) ab. Alles zu Android auf CIO.de Alles zu Windows 8 auf CIO.de

Der Marktforscher IDC kam im vergangenen Quartal für alle Windows-Tablets - also auch die von Fremdherstellern wie DellDell oder Lenovo - auf einen Marktanteil von 4,5 Prozent. Dagegen lagen Android-Geräte nach dieser Aufstellung bei 62,6 Prozent und Apples iPad bei 32,5 Prozent. Alles zu Dell auf CIO.de

Erschwerend kommt für Microsoft hinzu, dass angesichts des Tablet-und Smartphone-Booms die Verkäufe von klassischen Windows-PC schrumpfen. IDC geht davon aus, dass im vierten Quartal mit dem Weihnachtsgeschäft erstmals mehr TabletsTablets verkauft werden als PC. Auf Jahressicht rechnet IDC damit, dass Tablets 2015 die PC überholen. Alles zu Tablets auf CIO.de

Angesichts dieser Gefahr steckte Microsoft große Anstrengungen in die Verbesserung des eigenen Tablet-Computers: Der Konzern spendierte dem nun silberfarbenen Surface 2 ein höher auflösendes Display und eine verbesserte Akkulaufzeit von zehn Stunden. Das Surface Pro 2 mit seinem vollwertigen Windows-System kommt auf eine bis zu 60 Prozent längere Akkulaufzeit als sein Vorgänger und ist mit einem Intel-Chip Core i5 ausgestattet. Der eingebaute Standfuß wurde genauso überarbeitet wie die Kamera für Videokonferenzen.

Der scheidende Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte in der vergangenen Woche eingeräumt, dass der Konzern dem Markt hinterher hinkt. "Mobile Geräte - wir haben fast keinen Marktanteil", sagte Ballmer auf einer Analystenkonferenz. Er sei aber Optimist. "Alles, wo wir einen kleinen Marktanteil haben, klingt für mich nach einem großen Aufwärtspotenzial." Ballmer will binnen elf Monaten als Firmenchef aufhören. Derzeit läuft die Suche nach einem Nachfolger. (dpa/rs)