Vertrauen zurückgewinnen

Microsoft will Daten von EU-Kunden schützen

23. Januar 2014
Nach der NSA-Affäre will Microsoft das Vertrauen seiner Kunden zurückgewinnen und erntet dafür Lob aus der EU-Kommission.

"Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Daten unserer Kunden, die nicht auf US-Servern liegen, vor dem Zugriff der US-Behörden zu schützen", teilte MicrosoftMicrosoft am Donnerstag mit. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Bereits im Dezember hatte Microsoft-Manager Brad Smith in einem Blog-Post angekündigt, dass ausländische Unternehmenskunden von Microsoft selbst entscheiden können, ob sie ihre Daten lieber außerhalb der USA speichern lassen wollen. In Europa habe Microsoft für seine Cloud-Dienste etwa Backup-Server in Amsterdam und Irland, sagte Thomas Baumgärtner, Sicherheitsspezialist bei Microsoft.

Die Kunden sollten die Möglichkeit haben zu wissen, welchen Gesetzen ihre Daten unterworfen seien und selbst entscheiden, wo sie ihre Daten speichern lassen wollen, führte Smith in der "Financial Times" aus. Nach dem NSA-Skandal fürchten viele Unternehmen, dass ihre Daten, erst recht wenn sie auf Servern in den USA lagern, nicht vor dem Zugriff der US-Behörden sicher sind.

Viviane Reding, Vizepräsidentin der EU-Kommission begrüßte die Ankündigung Microsofts in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Immer mehr Unternehmen stellten fest, dass Vertrauen die Währung des digitalen Zeitalters sei und passten ihre Geschäftspraktiken entsprechend an. "DatenschutzDatenschutz wird zunehmend zu einem Verkaufsargument und zu einem Wettbewerbsvorteil." Reding ist auch eine der treibenden Kräfte für eine europäische Datenschutzregelung. (dpa/rs) Alles zu Datenschutz auf CIO.de

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