Änderungen bei Lizenzpolitik für Software

Mieten statt kaufen

24. März 2004
Von Patrick Goltzsch
Das Geschäftsmodell für Software-Lizenzen wird sich in den nächsten Jahren grundlegend verändern. Übereinstimmend betrachten Anbieter und Kunden eine Änderung als notwendig. An die Stelle einer einmaligen Zahlung soll ein Software-Abonnement treten. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie von IDC.

Die Anbieter reagieren mit der Umstellung auf den Druck der Kunden. Mittlere und große Unternehmen müssen im Schnitt 40 Lizenzverträge verwalten und mehr als zwei Drittel erwarten eine zunehmende Komplexität der Verträge, die den Aufwand zur Verwaltung steigert. Einfachere Lizenzmodelle sollen den Kunden mehr Freiheiten einräumen.

Für Unbehagen bei den Kunden sorgt auch, dass der Wert den Software für das Geschäft bedeutet, sich selten ermitteln lässt. Hier erwartet ein Großteil der Kunden, dass die Software-Industrie klarere Möglichkeiten schafft, den Nutzen der Programme abzuschätzen.

"Die Software-Anbieter bestätigen, dass herkömmliche Lizenzmodelle im heutigen Umfeld nicht länger zeitgemäß sind", sagt IDC-Analystin Amy Mizoras Konary.

Die Software-Hersteller rechnen im Gegenzug damit, durch die Umstellung auf Abonnements ihre Umsätze besser prognostizieren zu können.

Auch wenn Kunden und Anbieter übereinstimmend die Notwendigkeit sehen, die Lizenzmodelle zu ändern, wird der Wechsel womöglich einige Zeit brauchen. Gerade 46 Prozent der Hersteller und nur 23 Prozent der Unternehmen glauben, dass 2010 der Löwenanteil aus dem Umsatz mit Software aus Subskriptionsmodellen stammen wird.

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