Netbook-Test

Mini-Notebooks zum Schnäppchenpreis

10. September 2009
Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Aktuelle Netbooks kosten etwa 400 Euro. Wirklich billig ist das nicht mehr. Mehr Chancen für Schnäppchen-Jäger bieten Mini-Laptops unter 300 Euro. Unser Test präsentiert die besten kleinen Notebooks zum Sparpreis.

299 Euro: Zu diesem Preis brachte Asus im Januar 2008 mit dem Eee PC 701 4G das erste Netbook auf den Markt. Damals war das ein sensationell günstiger Preis für einen Mobilrechner – auch wenn er nur ein 7 Zoll großes Display und lächerliche 4 GB Speicherkapazität besaß.

299 Euro: Das ist derzeit die magische Preisgrenze bei den Mini-Notebooks. Darüber liegen aktuelle Top-Netbooks wie das Samsung NC10 oder das MSI Wind U100-1616XP, die bis rund 400 Euro kosten. Für besser ausgestattete Netbooks, die zum Beispiel ein 12-Zoll-Display bieten wie das Samsung NC20 oder ein integriertes UMTS-Modem wie das LG X110 – müssen Sie sogar über 400 Euro hinlegen.

Die Schnäppchen-Grenze liegt bei 300 Euro
Unter 300 Euro finden Sie dagegen die Mini-Laptops mit dem höchsten Schnäppchen-Potential. Echte Sparfüchse werden sogar für weniger als 200 Euro fündig – etwa beim Asus Eee PC 701, beim Acer Aspire One A110L oder dem Hercules e-Café EC-800.

Schwächen der günstigen Minis: Kleines Display, kurze Laufzeit, wenig Speicherplatz
Verglichen mit den Top-Netbooks müssen Sie sich bei den Billig-Netbooks auf einige Kompromisse einlassen: Die günstigen Zwerge besitzen meist ein kleines Display mit 8,9 Zoll Diagonale oder noch weniger oder halten im Akkubetrieb nicht lange durch. Ihre Tastatur ist winzig oder sie haben nur wenig Speicherplatz. Einige arbeiten mit einem extrem schwachbrüstigen Prozessor wie dem Intel Celeron oder dem AMD Geode, der die ohnehin maue Rechenleistung noch stärker in den Keller drückt.

Doch Sie müssen nicht bei allen Netbooks unter 300 Euro Sie mit diesen Einschränkungen leben: Es gibt auch günstige Mini-Laptops mit großer Festplatte oder 6-Zellen-Akku für eine lange Laufzeit. Wir präsentieren Ihnen die Netbooks unter 300 Euro, die in unseren Tests am besten abgeschnitten haben.

Testsieger: Asus Eee PC 901 Der erste Eee PC mit Intel Atom bietet für unter 300 Euro eine konkurrenzfähige Akkulaufzeit von fünf bis sechs Stunden – dem 6-Zellen-Akku sei Dank. Mit einem Gewicht von 1140 Gramm spielt das Netbook aber nicht mehr unbedingt in der Federgewichtsklasse. Weitere Einschränkungen: die kleine Tastatur, das dunkle Display und der mit 12 GB recht schmale Plattenplatz.

Preistipp: Acer Aspire One A110L Wer auf jeden Cent schauen muss, greift in der Billigklasse am besten zum Acer-Netbook mit Linux. Seinem schicken Glanzgehäuse sieht man den günstigen Preis von rund 200 Euro jedenfalls nicht an. Weitere Pluspunkte: Es ist leicht und besitzt eine einigermaßen schreibfreundliche Tastatur. Weniger gut gefiel uns die schwache Akkulaufzeit und das stark spiegelnde Display.

Weitere Details zu den sieben besten Netbooks unter 300 Euro finden Sie auf den folgenden Seiten.