Begriffswirrwarr um Cloud Computing klären

Mit der richtigen Definition zum passenden Konzept

05. Dezember 2008
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Derzeit ist Cloud Computing eines der IT-Themen, die auf reges Interesse in Unternehmen stoßen. Jedoch besteht Verwirrung über die verschiedenen Konzepte und die Frage der Integration in die IT- Landschaft. Deshalb muss Cloud Computing als Begriff exakt definiert werden.

Seit Viele Unternehmen untersuchen derzeit, ob und welche Investitionen in Cloud ComputingCloud Computing sinnvoll sind. Es besteht jedoch Verwirrung über die verschiedenen Konzepte für Cloud Computing wie auch über die Möglichkeiten, diese in die IT-Landschaft von Unternehmen zu integrieren. Daher ist eine Begriffsklärung zwingend notwendig. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Das Institut of Electrical and Eletronic Engineers (IEEE) etwa definiert Cloud Computing als ein IT-Paradigma, in dem Informationen im Internet auf Servern permanent gespeichert sind und zeitweise auf Client-Infrastrukturen wie PCs oder Handhelds ausgelagert werden. Für das Princeton University Center handelt es sich um Browser-gestützte Online-Services in Verbindung mit Dienstleister-Rechenzentren, in denen Daten und Informationen gespeichert sind.

Set von verteilten Ressourcen

Das Beratungsunternehmen Experton Group wiederum beschreibt Clouds als virtuelle Rechencluster. Damit bezeichnet Cloud Computing ein Set an verteilten Computer-Ressourcen, die sich für On-Demand-Prozesse nutzen lassen. Wichtig dabei: Der Nutzer weiß nicht, wo die Ressourcen lokalisiert sind. Die Clouds sollen den Zugang zu den Instanzen unterstützen, die wiederum Daten und Aufgabenbeschreibungen (Code) annehmen und entsprechende Ergebnisse mit Statushinweisen zurückgeben. Jede Cloud ist somit ein intern abgeschlossenes Grid, das Standardschnittstellen unterstützt und es dem Anwender ermöglicht, zu einer anderen Cloud zu wechseln.

Bevorzugtes Anwendungsgebiet für Cloud Computing ist das so genannte Large Scale Computing. Dieses Konzept beinhaltet zwar eine hohe Rechenleistung, dabei müssen aber keine großen Datenmengen über das Netzwerk verteilt werden. Damit lassen sich beispielsweise besonders gut Suchfunktionen und Such-Analysen umsetzen. Es eignet sich auch für geschäftliche Transaktionen, da hierbei meist keine großen Datenmengen über das WAN geschickt werden. Für Streaming-Media-Angebote oder die Kommunikation in Echtzeit ist dieses Konzept dagegen weniger geeignet.

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