E-Learning wegen Flexibilität und Individualität gefragt

Mitarbeiter bevorzugen Web-Based-Training

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Deutsche Unternehmen investieren pro Jahr 27 Milliarden Euro in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Der Branchenverband Bitkom erwartet, dass der Anteil von E-Learning steigt. Der Trend gehe zu Firmen-Wikis und anderen Web-2.0-Tools.
Gründe für E-Learning laut BITKOM-Umfrage
Gründe für E-Learning laut BITKOM-Umfrage

"E-Learning ist ein Wirtschaftsfaktor", sagt August-Wilhelm Scheer, Präsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue MedienMedien (Bitkom). "Nach unseren Schätzungen hat der deutsche E-Learning-Markt ein Volumen von rund 200 Millionen Euro." Die Summe umfasst Lern-Software, digitale Lerninhalte professioneller Anbieter und Hardware sowie Beiträge für das Entwickeln individueller Lösungen. Top-Firmen der Branche Medien

Laut Bitkom ist der Markt 2008 im Vergleich zum Vorjahr um zehn bis fünfzehn Prozent gewachsen. Scheer rechnet damit, dass die aktuelle Krise das Segment noch einmal anheizt. Schließlich spare E-Learning Zeit und Kosten. Derzeit lässt die deutsche Wirtschaft insgesamt 27 Milliarden Euro pro Jahr in Aus- und Weiterbildung fließen. E-Learning spielt also noch eine kleine Rolle.

Scheer erwartet, dass sich das ändert. Insbesondere große Unternehmen setzten auf computergestütztes Lernen, so der Bitkom-Präsident. Eine Umfrage seines Verbandes unter 100 Top-500-Unternehmen scheint das zu bestätigen. Mehr als jedes zweite Unternehmen (55 Prozent) arbeitet bereits mit E-Learning.

Auf die Frage nach den Gründen werden Zeit- und Kostenersparnis mit je 65 Prozent der Stimmen allerdings erst an dritter Stelle genannt. Als wichtiger gelten räumliche und zeitliche Flexibilität (86 Prozent) und die Möglichkeit, selbstgesteuert und individuell zu Lernen (78 Prozent). Jeder Dritte glaubt außerdem, dass auf diese Weise qualitativ besser gelernt wird als auf herkömmliche Art.