Mitarbeiterführung

Mitarbeiter ungleich behandeln bringt Erfolg

11. Februar 2013
Christoph Lixenfeld, seit 25 Jahren Journalist und Autor, vorher hat er Publizistik, Romanistik, Politikwissenschaft und Geschichte studiert.

1994 gründete er mit drei Kollegen das Journalistenbüro druckreif in Hamburg, schrieb seitdem für die Süddeutsche Zeitung, den Spiegel, Focus, den Tagesspiegel, das Handelsblatt, die Wirtschaftswoche und viele andere.

Außerdem macht er Hörfunk, vor allem für DeutschlandRadio, und produziert TV-Beiträge, zum Beispiel für die ARD-Magazine Panorama und PlusMinus.

Inhaltlich geht es in seiner Arbeit häufig um die Themen Wirtschaft und IT, aber nicht nur. So beschäftigt er sich seit mehr als 15 Jahren auch mit unseren Sozialsystemen. 2008 erschien im Econ-Verlag sein Buch „Niemand muss ins Heim“.

Seit 2014 betreibt er die Informationsplattform www.wohinmitmutter.de.

Christoph Lixenfeld schreibt aber nicht nur, sondern er setzt auch journalistische Produkte ganzheitlich um. Im Rahmen einer Kooperation zwischen Süddeutscher Zeitung und Computerwoche produzierte er so komplette Zeitungsbeilagen zu den Themen Internet und Web Economy inklusive Konzept, Themenplan, Autorenbriefing und Redaktion.
Forscher aus Deutschland und England haben Herausgefunden, dass das Dogma der ewigen Fairness und Gleichheit der falsche Weg ist.
Teams werden zu mehr Leistung angestachelt, indem der Trainer die Mitglieder unterschiedlich behandelt.
Teams werden zu mehr Leistung angestachelt, indem der Trainer die Mitglieder unterschiedlich behandelt.
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Ein seit Jahren immer gleiches Mantra von Manager-Seminaren und Führungskräfte-Schulungen ist die Aufforderung, alle Mitarbeiter mit dem immer gleichen Respekt zu behandeln. Niemanden zu benachteiligen oder zu bevorzugen.

"Vom moralischen Standpunkt aus betrachtet ist diese Forderung sicher berechtigt", sagt Christian Tröster, Professor an der Kühne Logistics University in Hamburg. "Dass die völlige Gleichbehandlung aber psychologisch der richtige Weg ist, dass sie der Gruppe insgesamt den größten Erfolg bringt, das glauben wir eher nicht."

Mit wir meint Tröster eine Gruppe von Forschern aus Deutschland, England und Kanada, die sich der Frage nach dem Gleich oder lieber ungleich in einer aufwändigen vierstufigen Studie gewidmet haben. Resultate theoretischer Überlegungen und von Literaturrecherche wurden durch Umfragen und Experimente überprüft und verifiziert.

Respekt und Selbstwertgefühl

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass jene Mitarbeiter, die mit mehr Respekt behandelt wurden als andere, nicht nur ein größeres Selbstwertgefühl entwickeln, sondern sich auch besser an allgemeine Regeln halten und vermehrt Aufgaben übernehmen, die der Gruppe insgesamt zugutekommen.