Als Dank noch mehr Arbeit

Mitarbeiter vermissen Anerkennung

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Viele Unternehmen scheinen den "War for Talent" noch nicht angenommen zu haben. Es fehlen Prozesse zur angemessenen Leistungsbewertung, wie eine Studie von Lumesse zeigt.

Zwar fühlen sich deutsche Angestellte mehrheitlich vom Arbeitgeber entsprechend ihrer Fähigkeiten und Begabungen eingesetzt. Allerdings fragen sich viele von ihnen, ob ihre Leistungen richtig bewertet werden. Und sie zeigen sich oftmals skeptisch und unwissend über Existenz, Sinn und Zweck von installierten Talentmanagement-Prozessen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Talentmanagement Software-Spezialisten Lumesse GmbH, bis vor kurzem bekannt als StepStone Solutions.

„Auch in Deutschland haben viele Unternehmen massiven Verbesserungsbedarf in Sachen Leistungsbewertung“, kommentiert Carsten Busch, Geschäftsführer Deutschland bei Lumesse. „Durch den existierenden FachkräftemangelFachkräftemangel gilt es für deutsche Firmen daher jetzt, sich der Thematik zu widmen, um wirklich gute Kräfte ans Unternehmen zu binden.“ Alles zu Fachkräftemangel auf CIO.de

Jede Menge aufzuholen gilt es dafür auch bei den internen Angeboten zur Karriere-Entwicklung. Nur ein Fünftel der Befragten vermag hier gute Bedingungen im eigenen Unternehmen zu erkennen. Das ändert allerdings nichts daran, dass sich die deutschen Angestellten in ihren Firmen weitgehend wohl fühlen. Die Hälfte denkt auch mittelfristig überhaupt nicht über einen Jobwechsel nach – sie will am liebsten auf unbestimmte Zeit im derzeitigen Unternehmen bleiben.

Überhaupt geben 84 Prozent an, gerne zur Arbeit zu gehen. Was sie dort am meisten vermissen, ist Anerkennung. Fast die Hälfte der Angestellten findet, dass besondere Anstrengungen und Zusatzarbeiten stärker gewürdigt werden sollten.

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