Berufliches Engagement der Europäer wird nicht genügend geschätzt

Mitarbeiter wünschen sich mehr Anerkennung

04. Januar 2008
Von Nina Gut
Die Europäer sind stolz auf ihre Arbeit, erfahren ihrer Meinung nach aber zu wenig Anerkennung dafür. Auf die Frage, was sie am meisten an ihrem Job störe, nannten 31 Prozent der befragten Europäer die Geringschätzung ihrer Arbeit. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage des Karriereportals Monster. Diese mangelhafte Wertschätzung der eigenen Arbeit sorgt demnach für mehr Frust als zu viel Arbeit oder ein unsympathischer Chef.
Am meisten ärgern sich die Deutschen darüber, dass ihre Arbeit nicht anerkannt wird.
Am meisten ärgern sich die Deutschen darüber, dass ihre Arbeit nicht anerkannt wird.

"Was stört sie am meisten an Ihrer Arbeit?", lautete die zentrale Frage. Top-Antwort war die Aussage "Mein Arbeit wird nicht anerkannt." Weitere 27 Prozent waren der Meinung, beruflich auf der Stelle zu treten. Auf Platz drei rangiert die Klage über zuviel Arbeit (17 Prozent). Der Vorgesetzte war in 14 Prozent der Fälle der Auslöser für schlechte Stimmung am Arbeitsplatz. Ein gutes Zehntel (elf Prozent) ist genervt von den Kollegen.

Beruflich am wenigsten anerkannt fühlen sich die Dänen, dicht gefolgt von Briten sowie den Italienern, Tschechen, Spaniern und Deutschen. Die Schweizer dagegen beschweren sich vor allem über ihre Vorgesetzten: 24 Prozent der befragten Eidgenossen gaben an, ihr Chef störe Sie am meisten an ihrer Arbeit. Mit 23 Prozent der Befragten ist auch ein großer Teil der Österreicher dieser Meinung. Italiener und Franzosen wissen ihre Vorgesetzten dagegen mehr zu schätzen. Nur zwölf Prozent der italienischen und französischen Angestellten finden, dass der Chef der Grund für schlechte Laune am Arbeitsplatz ist.

Bei den Deutschen sieht es im Detail folgendermaßen aus: Die Deutschen schätzen vor allem die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen: Mit nur zehn Prozent liefern die deutschen Kollegen am seltensten einen Grund für Ärger im Job. Auch über zu viel Arbeit beschweren sich mit 13 Prozent der Befragten nur verhältnismäßig wenige.

Wenn die Karriere zu Ende ist

Für mehr Frustration sorgt da schon der eigene Chef und der Eindruck, dass die berufliche Weiterentwicklung in der Sackgasse steckt: "Meine KarriereKarriere stagniert", gaben 28 Prozent der deutschen Befragten an. Immerhin 19 Prozent nannten ihren Vorgesetzten als Grund für berufliche Ärgernisse. Am frustrierendsten für deutsche Arbeitnehmer ist jedoch die Tatsache, dass ihre Arbeit nicht ausreichend anerkannt wird. Diesen Stör-Faktor gab die Mehrheit der Befragten (30 Prozent) an. Hier stimmen die Deutschen also mit den meisten Europäern überein. Alles zu Karriere auf CIO.de