Defizite bei Unternehmensleitungen

Mitarbeitermotivation: Alle suchen Liebe, nur IT-Fachleute wollen Geld

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Am Gelde hängt, zum Gelde drängt nicht alles. Wer aus seinen Mitarbeitern das Meiste rausholen will, muss vor allem den Kuschel-Faktor steigern, wie eine weltweite Studie von Towers Perrin ergeben hat. Nur die ITler ticken mal wieder anders.
Die Dimensionen der Mitarbeitermotivation.
Die Dimensionen der Mitarbeitermotivation.

Auf den ersten Blick scheint alles in bester Ordnung: Knapp jeder zweite deutsche Angestellte (49 Prozent) hat derzeit nicht vor, sein Unternehmen zu verlassen. Im europäischen Vergleich sagen das nur 32 Prozent der Befragten.

Stellt sich aber die Frage nach den anderen 50 Prozent. Und da sieht das Bild nicht mehr so rosig aus: Immerhin knapp jeder Dritte aller befragten Deutschen (31 Prozent) sucht zwar "nicht aktiv" nach einer neuen Stelle, würde ein anderes Angebot aber in Erwägung ziehen. Und jeder Zehnte stellt klar: "Ich suche aktiv nach einer anderen Arbeitsstelle".

Dennoch attestieren die Analysten deutschen Unternehmen, in ihnen seien 17 Prozent der Mitarbeiter "hoch engagiert". Damit liegt die Bundesrepublik leicht über dem europäischen Durchschnitt von 16 Prozent.

Die Mehrheit von 47 Prozent gilt als "moderat engagiert" (Europa: 43 Prozent), 28 Prozent sind "gering" und acht Prozent "nicht engagiert" (Europa: 31 beziehungsweise zehn Prozent). Dabei gehen die Autoren der Studie munter davon aus, dass auch Mitarbeiter, die aktiv auf Stellensuche sind, sich am aktuellen Arbeitsplatz noch hoch engagieren können. Sie wollen da keinen Widerspruch sehen.

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