Viele verzichten ganz

Mittelständler mit rudimentärem Controlling

06. Oktober 2005
Von Ingo Butters
Die genauere Beschäftigung mit Kosten und Nutzen spielt bei vielen mittelständischen Unternehmen eine kleine – oder gar keine Rolle. Eine vom Anbieter Sage beauftragte Studie des Marktforschers Techconsult zeigt, dass viele Mittelständler völlig auf das Controlling verzichten. Nur ein Teil hat die mit Basel II verbundenen Herausforderungen erkannt und investiert kräftig in spezielle Controlling-Anwendungen.

Weniger als 50 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie mit einer speziellen Controlling-Software arbeiten. Betriebe ohne solche -Anwendungen verzichten vielfach ganz auf die Analyse von Kosten und Erträgen: Insgesamt sagten 55 Prozent der Unternehmen ohne Controlling Software, dass sie überhaupt kein Controlling betreiben.

Von den Unternehmen ohne Controlling-Anwendungen, verzichtet mehr als die Hälfte komplett auf das Steuerungs- und Planungsinstrument.
Von den Unternehmen ohne Controlling-Anwendungen, verzichtet mehr als die Hälfte komplett auf das Steuerungs- und Planungsinstrument.

Wenig überraschend liegt dieser Anteil bei Kleinstbetrieben mit bis zu neun Mitarbeitern mit fast 70 Prozent hoch. Allerdings verzichtet auch von den größeren Mittelständlern mit 100 bis 199 Angestellten knapp die Hälfte komplett auf Controlling.

Derzeit kaum Chancen für Dienstleister

Rund die Hälfte der mittelgroßen Betriebe setzt bei der Planung und Steuerung auf Excel. 14 Prozent greifen zu Papier und Bleistift. Nur ein Bruchteil von drei Prozent arbeitet mit einem externen Dienstleister zusammen.

Besonders mau sieht es der Studie zufolge in öffentlichen Verwaltungen und im Einzelhandel aus: Mehr als drei Viertel der Behörden und Firmen ohne spezielle Controlling-Software betreiben überhaupt keine Kosten- und Erfolgskontrolle. Auch das Baugewerbe kann mit der detaillierten Datenanalyse nur wenig anfangen: Rund die Hälfte der Betriebe ohne entsprechende Anwendungen betreibt kein Controlling.

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