Einführung darf weder teuer noch langwierig sein

Mittelständler wollen günstiges Zugangs-Management

12. Juni 2008
Von Nicolas Zeitler
Das Zugangs- und Identitäts-Management (IAM) gewinnt in mittelständischen Firmen an Bedeutung. Allerdings sind die Lösungen vieler Anbieter auf große Unternehmen zugeschnitten. Sie sind den Mittelständlern zu teuer, ihre Implementierung dauert zu lang. Das hat eine Umfrage des Anbieters Econet ergeben.
Compliance-Anforderungen sind für Mittelständler nicht der einzige Grund, eine Lösung zum Identitäts- und Zugangs-Management einzusetzen. Viele wollen damit auch die Mitarbeiter an den Helpdesks entlasten.
Compliance-Anforderungen sind für Mittelständler nicht der einzige Grund, eine Lösung zum Identitäts- und Zugangs-Management einzusetzen. Viele wollen damit auch die Mitarbeiter an den Helpdesks entlasten.

Der Großteil der mittelständischen Unternehmen will Zugriffsberechtigungen sicher verwalten. Von der standardisierten und automatisierten Versorgung mit Diensten wie der Vergabe von Zugriffsrechten auf Dateien oder dem Einrichten von Mail-Konten erhoffen sich die Firmen einerseits Zeit- und Geldersparnisse, vor allem aber Sicherheit. Beim so genannten Provisioning - der Bereitstellung von Diensten und Anwendungen - werden viele Abläufe automatisiert, was zu mehr Effizienz führen kann.

Allerdings kritisieren viele Mittelständler, dass IAM-Systeme häufig zu teuer seien und ihr Einsatz großen Aufwand mit sich bringe. Für vier von fünf der Befragten sollte eine Provisioning-Lösung zum Zugangs-Management vor allem schnell einsetzbar sein und am besten gebrauchsfertig geliefert werden. Außerdem wünschen sich die IT-Verantwortlichen, dass sich der Aufwand und die Kosten eines Projekts von vornherein kalkulieren lassen.

Die Hälfte der Mittelständler gab an, dass eine IAM-Lösung sich an bestehende Systeme anbinden lassen sollte - vor allem an ERP-Lösungen, aber auch an Enterprise Service Bus, Unix, Lotus Notes und RACF. 80 Prozent wünschen sich, dass sie kompatibel zu Microsoft-Produkten ist. Wichtig ist den Befragten zudem, dass IAM-Programme skalierbar sind und sich um zusätzliche Funktionen erweitern lassen.

Das Einhalten rechtlicher Vorgaben und von Sicherheitsrichtlinien ist für die Befragten einer der Hauptgründe, eine Provisioning-Lösung einzuführen. Mehr als 80 Prozent gaben dies an. IAM-Lösungen sollen den Missbrauch vertraulicher Daten verhindern und gewährleisten, dass Mitarbeiter nur die ihnen zustehenden Zugriffsrechte erhalten. Eine weitere, für die Firmenvertreter wichtige Funktion ist, dass mithilfe von IAM-Lösungen Benutzerkonten nach dem Ausscheiden eines Mitarbeiters automatisch gelöscht werden.